Kunst im Hotel

  • arthotel Blaue Gans

Wer sich zu Hause mit Kunst umgibt, möchte auch im Urlaub entsprechend wohnen. Daher lässt sich Kunst immer öfter in Hotels nieder und diese arte Hotels, sie sie genannt werden, sind etwas ganz Besonderes. Oft werden sie von Kunstliebhabern geführt, die ihr Hotel dann als Privatsammlung nützen – sehr zum Vergnügen der Gäste, oder Hoteliers holen sich Künstler ins Haus und gewähren ihnen freie Hand beim Gestalten der Zimmer. Ein Ausflug in einer Welt voll Ästhetik und Schönheit ist es in jedem Fall.

Tür an Tür mit Wienern
Wer von „arte“ Hotels spricht, dem fällt sofort das Hotel Altstadt Vienna ein. Kunstliebhaber und -sammler Otto E. Wiesenthal mietete sich in dem ehrwürdigen Gründerhaus aus dem Jahr 1902 im trendigen Spittelberg-Viertel in Wien ein und schuf darin ein Boutiquehotel mit außergewöhnlichen Kunstzimmern. Jedes ist anders, keines der 58 Zimmer, Suiten und Appartements gleicht dem anderen. Mit dabei ist eine große Sammlung zeitgenössischer Kunst und im Altstadt Vienna wohnt man Tür an Tür mit echten Wienern in einem historischen Wohnhaus. Aus der Zusammenarbeit mit außergewöhnlichen Architekten, Designern und Künstlern entstanden richtige Schmuckkästchen an Zimmern, die für das einfache Übernachten eigentlich viel zu schade sind. Im Hotel Altstadt Vienna muss man „wohnen“, um das Flair zu spüren und in die Atmosphäre der Kunst einzutauchen.
Über 300 Kunstwerke, zum Beispiel von Niki de Saint Phalle oder Alex Ruthner verteilen sich auf die Räume. Die Hotelzimmer sind auf fünf Stockwerke verteilt und alleine schon der Weg durch das Stiegenhaus ist ein Erlebnis für sich. Regelmäßig lädt das Altstadt Vienna Künstler, Designer und Architekten dazu ein, die Kunst der Gastfreundschaft neu zu interpretieren. Auch die österreichische Modedesignerin Lena Hoschek und der italienische Stararchitekt Matteo Thun konnten sich in den Zimmern kreativ betätigen.
Ein besonders Juwel ist die Bösendorfer Suite, ein Zimmer, wie es das nur in Wien geben kann. Über dem klassischen Flügel hängt ein großformatiges Foto von Annie Leibovitz und genauso ist auch die ganze Suite: eine Mischung aus Klassik und Moderne. Neu seit 2017: ein Zimmer, gestaltet vom türkischen Modedesigner Atil Kutoglu und vier Zimmer und Suiten, gestaltet von vier unterschiedlichen Kreativen wie der Chefin der Vienna Design Week Lilli Hollein, Gregor Eichinger, Adolf Krischanitz und Roland Nemetz. Eine Hommage an Josef Frank entstand in Kooperation mit dem schwedischen Designhaus Svenskt Tenn." www.altstadt.at

Motel One in der Kulturhauptstadt Basel
Die Motel One Gruppe verbindet man normalerweise mit Hotels in zentraler Lage zu günstigen Preisen. Mit ihrem Haus in bester Basler Altstadtlage wird hoher Designanspruch mit kunstvollem Interieur kombiniert. Entstanden in Kooperation mit zwei namhaften Künstlern bietet das Motel One Basel preiswerte Zimmer in der sonst so schwer leistbaren Schweiz.
Kunstwerke und Designelemente verleihen der One Lounge einen Atelier-Charakter, gestaltet vom bekannten Basler Graffiti-Künstler Adrian Falkner alias „Smash 137“. Bei der Begrüßung im Hotel fällt der Blick auf die Collage aus Veranstaltungspostern hinter der Rezeption, die in Kooperation mit der Kunsthalle Basel entstanden ist. Ein Screen, eingebettet in eine Staffelei-Wandgrafik, informiert die Gäste über aktuelle Kunstveranstaltungen und zeigt das „Making-of“ von Adrian Falkner bei der Entstehung seines Kunstwerks.
Der vom gefragten Designer Jan Kath für Motel One in der Unternehmensfarbe Türkis entworfene Teppich „Artwork“ erinnert an ein Gemälde. Er schmückt die Bar in der One Lounge gemeinsam mit beleuchteten Rahmen, die das Spirituosensortiment kunstvoll in Szene setzen.
Auch in den Zimmern ist das Kunst-Thema umgesetzt: Der lokale Künstler Daniel Zeltner entwarf exklusiv für Motel One eine kunstvolle Wandtapete im Sinne der Basler Skyline.
Auch in Zürich betreibt die Gruppe ein Kunsthotel: hier wurden der Zürichsee und das Alpenpanorama raffiniert im Design umgesetzt. In elegantem Gold erstrahlt das Schweizer Alpenpanorama hinter der Rezeption und wird eindrucksvoll inszeniert. Gerahmt werden die Silhouetten durch hochwertige Lodenvorhänge der Schweizer Firma Christian Fischbacher. Gemütlichkeit schaffen in den verschiedenen Lounge-Ecken edle Ledermöbel des italienischen Luxuslabels BAXTER, Filzleuchten von Tom Dixon und goldene Fenster-Vorhänge sowie der für Motel One ikonische Egg Chair in türkis. Im Frühstücksbereich kommt der Zürichsee ins Spiel. Luftig, hell, mit zarten Wolken an den Wänden und Grafiken, die den berühmten Zürichsee zeigen, geben dem Gast einen Einblick in die atemberaubende Landschaft. Dabei dürfen Boote nicht fehlen. In Zusammenarbeit mit dem Schweizer Bootsbauer Boesch werden dem Gast die technischen Details des Handwerks anhand ziervoller, goldener Original-Schiffsschrauben und Bootsmodellen nähergebracht.
Auch in den Zimmern findet man die Interpretation in Design von Zürichsee und den Schweizer Bergwelten. An der Bar wird das Schokoladethema umgesetzt - Alle Schokoladenfarben, von Vollmilch, Karamell bis hin zu Zartbitter sind in den Materialien zu finden. Ein überdimensioniertes, goldenes Schokoladenpapier ziert die Decke über der Theke, die Verkleidungen der Bar erinnern an Schokostückchen. Edle, lederbezogene Barhocker der Firma BAXTER mit goldenen Füßen, eigens angefertigte Pendelleuchten in Form von Schokotropfen, wie Schichtpralinen anmutende Hocker und Ledersofas in dunklem Schokobraun runden das Thema ab. www.motel-one.com

Vom Kunsthotel zum Kunstrundgang im arthotel Blaue Gans
Auf einem Rundgang mit 12 Skulpturen kann man die Stadt mit neuen Augen sehen und in einem Hotel wohnen, das 120 Kunstwerke birgt. Vor der Haustür liegt ein Museum mit den bedeutendsten Sammlungen zeitgenössischer Malerei, Grafik, Fotografie oder Bildhauerei. Kunst-affine Gäste blühen in der Mozartstadt Salzburg auf.
Im arthotel Blaue Gans, in prominenter Lage in der Getreidegasse, gehen Historie und Gegenwart eine spannende Symbiose ein. Die dicken Mauern, knorrigen Holzböden, Kastenfenster und Stuckdecken des mit 660 Jahren ältesten Gasthauses Salzburgs bilden den sympathischen Rahmen für mehr als 120 Kunstwerke zeitgenössischer Maler, Fotografen Bildhauer oder Medienkünstler, die Eigentümer Andreas Gfrerer zusammengetragen hat. Die Zimmer bestechen durch Understatement; solide Tischlerarbeit, edle hochwertige Stoffe, dezente Farben und Geradlinigkeit bestimmen das Wohngefühl. Im historischen Restaurantgewölbe kredenzt Martin Bauernfeind eine feine Küche mit hochwertigen Produkten des Alpenraums. www.blauegans.at
Stadtrundgang der etwas anderen Art: Walk of Modern Art
Eine riesige goldene Kugel mitten im Dombezirk, geheimnisvolles Schattenspiel in der Domkrypta oder Gurken im Furtwänglerpark – die Stationen des Walk of Modern Art sind eine Einladung, die bekannten Plätze der barocken Altstadt mit neuen Augen zu sehen. 10 Jahre lang setzten sich namhafte internationale Künstler intensiv mit der UNESCO Weltkulturerbestadt auseinander und waren eingeladen, für 12 Plätze je ein Werk umzusetzen. Ergebnis ist ein Kunst- und Skulpturenparcours mit 12 Stationen. Die Werke sind fußläufig in der Altstadt erreichbar und frei zugänglich. Die Künstler: Anselm Kiefer, Mario Merz, Marina Abramovic, Markus Lüpertz, James Turrell, Stephan Balkenhol, Anthony Cragg, Christian Boltanski, Jaume Plensa, Erwin Wurm, Manfred Wakolbinger und Brigitte Kowanz. www.salzburgfoundation.at

Sightseeing Tipp: Museum der Moderne am Mönchsberg
In prominenter Lage auf dem Mönchsberg, hoch über den Dächern Salzburgs, liegt das Museum der Moderne. Internationale Kunstschätze aus dem 20. und 21. Jahrhundert werden hier auf einer Fläche von 2.300 Quadratmetern und vier Ebenen präsentiert. Mit Kunstexponaten internationalen Formats und zahlreichen hochkarätigen Werken aus der eigenen Sammlung hat das MDM Salzburg in den vergangenen Jahren künstlerische Maßstäbe gesetzt. In diesem Jahr ist u.a. eine umfangreiche Werkschau mit Installationen und Inszenierungen des international gefeierten südafrikanischen Künstlers William Kentridge zu sehen. www.museumdermoderne.at

 

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