Die Leichtigkeit des Seins

Bei Milan Kundera ist sie unerträglich, in Südkärnten dagegen bestens erträglich. Sie setzt sich nämlich aus dem Klopeinersee, seinen Bergen und der hervorragenden Kulinarik Südkärntens zusammen. Und mit einem Schuss Leichtigkeit des Südens eben.

Ein See umrahmt von Bergen, oder Berge, die auf mehrere Seen hinunterblicken. Wie immer man es betrachtet, die Region bleibt die gleiche und gleich schön: Südkärnten ist ihr Name und der Klopeinersee der Hauptdarsteller dabei. Bereits im Mai mit Temperaturen um die 24 Grad eine wärmende Oase, schaut er auf zu den Karawanken, die Wetterscheide, Bergerlebnis und Übergang zu den slowenischen Nachbarn gleichermaßen sind. Der neue Geopark Karawanken mit dem Infozentrum in Bad Eisenkappel nimmt am 23. Juni seinen Betrieb auf und wird mit interaktiven Stationen und Beschreibungen der Highlights den Besuchern die Besonderheit der Karawanken nahebringen. Als Kontaktzone der europäischen und der afrikanischen Platte ist der Geopark mit dem UNESCO-Gütesiegel ausgezeichnet. Mehr als 1000 km beschilderter Wanderwege können mit und ohne Führer erwandert werden, die Übernachtungen auf den Hütten gibt es ab 15,00 Euro. Auf dem Panoramaweg Südalpen kann in 17 Etappen von Europa nach Afrika gewandert werden, Wanderbus und Wandertaxi sorgen für gute Verbindungen. www.sonnenwinkel-kaernten.at
 
Eröffnet wird der Panoramaweg am 23. Juni auf der Luschaalm und dort wird auch besonders gut gekocht. Morchel heißt der Kulinarikschwerpunkt bei unserem Besuch und Franz das Küchengenie, das auf 1200 Metern Seehöhe inmitten von nichts, mit Leichtigkeit – da ist sie  wieder – und anmutiger Grandezza in einer kleinen Küche wahre Genießerfeuerwerke zaubert. Kalb mit Morchelpasta wird serviert, denn die Morchel ist der erste Pilz des Jahres, im April superfrisch und schmeckt sehr intensiv. Die Pasta als Hauptgericht hätte den Gaumen mehr als zufrieden gestellt. Hinauf zu wandern auf die Luscha-Alm wäre der Figur einträglich, hinauf zu fahren geht aber auch.
 
Runden drehen
In Südkärnten kann aber nicht nur gewandert, sondern auch geradelt werden. Sechs Seen und 54 Kilometer laden zum Genussradeln ein, die Region erkunden und einen Badestopp einlegen, ist das Tagesmotto. Das geht nämlich sehr gut an den Ufern der Seen. Oder einen Kunststopp einlegen im Stift Eberndorf, wo dessen Wurzeln aus dem 12. Jahrhundert mit den Werken zeitgenössischer Künstler zusammentreffen – und ziemlich gut harmonieren. Radwege und verkehrsarme Nebenstraßen machen die Tour stressfrei und zum Üben empfiehlt sich die 3-Seen-Runde ab St. Kanzian in Richtung Klein- und Turnersee bis ins Jauntal. Und trifft dort auf die Salami, die es zur Genussregion gebracht hat: Zehn Betriebe haben sich bei der Herstellung der Salami strengen Regeln unterworfen, deren Einhaltung im Salami-Protokoll festgeschrieben ist. Damit jeder weiß, woher seine Salami kommt.
Nach dem Radweg vielleicht auf den Rasen und da hat die Region Klopeinersee etwas ziemlich Einzigartiges: Den Golfpark, der mit seinen künstlerischen Elementen und dem unvergleichlichen Blick auf die Karawankenkette tatsächlich auch Parkcharakter hat. Gespielt wird an zumindest 10 Monaten im Jahr, mitunter sogar ganzjährig, ganz wie der Wettergott beliebt. Aber meist meint er es sowieso ziemlich gut mit der Region und schickt bis zu 2000 Sonnenstunden im Jahr. www.golfklopein.at
 
Und was gibt es sonst noch in Südkärnten? Ach ja, die Obir-Tropfsteinhöhlen in Bad Eisenkappel, als zentrales Naturdenkmal des Geoparks Karawanken. Auf 1000 Meter Seehöhe gelegen sind sie mit den lebenden Tropfsteinen eine europaweite Rarität. www.hoehlen.at. Die Höhlen sind aber nicht nur ein Naturschauspiel, sondern haben auch ganz praktischen Charakter als Lagermöglichkeit mit ihrer gleichbleibenden Temperatur von 8°C Grad. Nun beherbergen sie so leckere Dinge wie Schnaps, Höhlenbier, Salami und Höhlenschokolade.
In der Drei-Stundentour werden 200 Millionen Jahre Erdgeschichte in einem 800 m langen unterirdischen Erlebnispark erlebt.
Baden in Südkärnten war gestern, Kulinarik genießen und Sport betreiben ist heute! Aber baden geht natürlich immer noch. Wer im Hotel Sonne in St. Kanzian wohnt, kann das Badeerlebnis mit einer Seesauna krönen, die am Ende des Badesteges gelegen, den Blick auf See und Berge freigibt. Die noch sehr erfrischende Abkühlung im April ist nach der Sauna perfekt.
Und weil die Naturregion auch Natur bleiben soll, gibt es neuerdings den klima aktiv Shuttle, der von Anfang Juni bis Ende September die wichtigsten Südkärntner Ortschaften für nur 5,00 Euro verbindet. Der eigene PKW bleibt stehen und die Umwelt wird geschont.  
Aktueller Tipp: Alpen-Adria-Mark vom 6. -9. Juni 2013 in Völkermarkt, bei dem italienische, slowenische und österreichische Kultur, Kunst und Kulinarik aufeinandertreffen.

Angebote

Krebse, Fisch & Kaviar aus Kärnten made by Sicher
Wer gerne gut und da gerne Gutes aus dem Wasser isst, fährt nach Tainach. Dort betreiben die Brüder Michael und Wolfgang Sicher eine Fischzucht, die ihres gleichen sucht. Aber eigentlichlich ist Fischzucht ein zu banaler Begriff für jene Köstlichkeiten, die dort im Wasser schwimmen. Unangefochtener Favorit Ist der Kärntner Kaviar. Ja, Sie lesen richtig, hier wird Kaviar gezüchtet. Was vor 35 Jahren mit einer Fischzucht für Forellen und Saiblinge begann, ist heute Kulinarik auf höchstem Niveau. Und präsentiert sich für den Genießer in einem Genussreigen, der angeführt wird vom Carpaccio vom Bachseibling dicht gefolgt vom Cappuccino aus den Tainacher Bachkrebsen. Auch für die Krebse müssen Sie nicht ans Meer fahren, denn auch die züchten die Brüder selbst. Michael als kreativer Kochkünstler und Wolfgang als kompetenter Restaurantchef sind ein perfektes Team.
 
Die Sicher Brüder
Die Familienphilosophie besteht darin, im Gastronomiebetrieb ausschließlich Produkte aus dem eigenen landwirtschaftlichen Betrieb sowie weitere biologische Spezialitäten der bäuerlichen Betriebe der Region zu verwenden. Über 200 Kräuter aus der ganzen Welt ziehen die Sicher-Brüder mit selbst gesammeltem Samen in ihrem Garten, ebenso wie Obst und Gemüse.
Doch zurück zum Kaviar: Der orange Saiblingskaviar wird jeden Herbst geerntet und mittels eines eigenen, von der Familie Sicher entwickelten Verfahrens, auf ganz natürliche Art haltbar gemacht. Zum haltbar machen des sensiblen Kaviars kommt vorwiegend Ursalz zum Einsatz und…, tja, das „und“ bleibt das Geheimnis der beiden Brüder, denn genau diese einzigartige Konservierungsmethode macht den Kaviar so unverwechselbar und eben auch haltbar. Exportiert wird auch auf Kreuzfahrtsschiffe und daher kann man nie so genau wissen, wo jetzt gerade der legendäre Kärntner Kaviar gegessen wird. „Möglicherweise gerade in Papua-Neuguinea“, wie Michael Sicher siniert.
Gewinnmaximierung ist die Devise der Sichers nicht, denn ihre Philosophie ist auf Nachhaltigkeit ausgerichtet.
Das Geheimnis der Fischqualität ist immer das Wasser, wie Michael Sicher meint, und die ist in ihrer Zucht 1a, denn die Wasserquelle entspringt nur zwei Kilomter entfernt. Besser geht’s wohl kaum.
Manchmal werden Journalisten auch als Versuchskaninchen verwendet, so geschehen bei den Sichers. In diesem Fall war es die extrem scharfe Parakresse mit einer Kornelkirsche, die als Neutralisator und Appetitanreger auf den Tisch kam. Wie Sie an diesen Zeilen erkennen können, haben wir den Versuch nicht nur überlebt sondern auch sehr genossen. Ein völlig überraschender, aber eindeutig nteressanter Geschmack, der uns neugierig machte auf den nächsten Menügang.
Restaurant Sicher in 9121 Tainach
www.sicherrestaurant.at

Kontakt

Tourismusregion Klopeiner See – Südkärnten GmbH
Schulstraße 10
9122 St. Kanzian
T: +43(0)4239-2222
E: info@klopeinersee.at
www.klopeinersee.at
 
Ferienhotels Sonne
9122 St. Kanzian / Klopeiner See
T: +43 (4239) 2337
E: sonne@sonne
www.sonne-klopeinersee.at/