Tag des Tees

Am 7. November 2015 wird zum 17. Mal dem Tee gehuldigt. Zeit, über richtigen und falschen Tee zu sinnieren… Ob zum Frühstück, am Arbeitsplatz, als Gesundmacher oder einfach zwischendurch: Fast 87% der Österreicherinnen und Österreicher trinken zumindest fallweise Tee. Damit ist es – noch vor Kaffee – das beliebteste Heißgetränk hierzulande, wie eine Studie von J. Hornig, durchgeführt von Marketagent.com, ergeben hat. „Tee wird immer mehr zum Lifestyle-Getränk, das besonders durch den gesundheitlichen Aspekt, aber auch mit den Argumenten kalorienarm und zuckerfrei punktet. Im Vergleich zu Wasser kann man hier allerdings auf eine große Geschmacksvielfalt zurückgreifen“, erklärt Johannes Hornig, Geschäftsführer von J. Hornig. Vor allem Frauen und die jüngere Generation schwören auf das Wellness- und Genussgetränk, um das sich viele Mythen und Geschichten ranken:

Wie viel Tee trinken wir?
Pro Kopf trinkt man in Österreich im Schnitt 32 Liter Tee pro Jahr, hauptsächlich in den kalten Monaten Oktober bis Februar. Damit liegen wir im internationalen Vergleich allerdings nur im Mittelfeld. In Großbritannien kommt man zum Beispiel auf einen Pro-Kopf-Verbrauch von 213 Litern, in Kuwait sind es sogar 295 Liter im Jahr. Weltweit werden pro Sekunde rund 15.000 Tassen Tee getrunken.
Hierzulande sind vor allem Kräuter- und Früchtetees besonders beliebt, noch vor Schwarz- und Grüntees. „Abgesehen vom Geschmack geht der Trend, wie bei vielen anderen Produkten, auch beim Tee hin zum Thema Nachhaltigkeit. Wir wollen wissen, wo er herkommt und was drinnen steckt. Auch Fragen nach biologischem Anbau, fairem Handel und Regionalität werden immer wichtiger“, fasst Johannes Hornig die aktuellen Entwicklungen zusammen.

Nicht jeder Tee ist ein echter Tee
Es gibt unzählige verschiedene Teesorten, je nach Kreuzung der Teepflanze und Verarbeitung der gepflückten Teeblätter. Zu den bekanntesten Sorten gehören Schwarzer-, Grüner- und Weißer Tee. Eine Tasse Tee enthält durchschnittlich 40 mg Koffein, das ist ungefähr die Hälfte der Koffeinmenge einer Tasse Kaffee. Kräuter- und Früchtetees sind hingegen keine echten Tees, sondern nur teeähnliche Getränke, da sie nicht vom Teestrauch stammen. Sie enthalten auch kein Koffein.

Die richtige Zubereitung
Die ideale Zubereitung von Tee ist keine Wissenschaft. Trotzdem gilt es, ein paar Faktoren zu beachten. Dazu gehören: Tee- und Wassermenge, Wassertemperatur sowie Ziehzeit. Je nach Teesorte unterscheiden sich diese Faktoren, es gibt aber ein paar allgemeine Regeln, an die man sich halten kann:
* Je frischer der Tee ist, desto besser wird der Geschmack.
* Je mehr Tee(blätter) man verwendet, desto stärker wird der Geschmack.
* Je heißer das verwendete Wasser ist, desto kürzer muss der Tee ziehen (bei Grünem oder Weißem Tee sollte das Wasser auf rund 80°C abgekühlt sein, bei Schwarzem-, Früchte- oder Kräuter Tee darf es noch leicht kochen).
* Je länger der Tee zieht, desto intensiver wird der Geschmack (nie länger als 8 Minuten).

Vom Strauch bis in die Tasse
„Man kann Tee innerhalb eines Tages vom Strauch bis in die Tasse bekommen, wenn die Wetterbedingungen passen“, weiß Johannes Hornig. Zuerst werden die Blätter gepflückt und dann zum Welken und Oxidieren (bzw. auch Fermentieren) aufgelegt. Je nach Lage und Temperaturen dauert das 8 bis 17 Stunden. Danach wird der Tee für rund eine halbe Stunde gerollt und schließlich noch getrocknet.
In den letzten Jahren ist die Teeproduktion wegen der steigenden Nachfrage um rund die Hälfte erhöht worden. Aktuell beläuft sich die jährliche Weltproduktion auf knapp 5 Millionen Tonnen. Mehr als die Hälfte davon wird allein in China und Indien hergestellt.

 

Die Geschichte des Tees
Im Jahr 2737 v. Chr. beginnt die Geschichte des Tees. Damals soll sich der chinesische Kaiser Shen Nung in seinem Garten aufgehalten haben. In seiner Hand hatte er eine Trinkschale voll mit heißem Wasser. Ein plötzlicher Windstoß wehte Blätter eines wildwachsenden Teestrauchs in seine Schale. Wenig später bemerkte der Kaiser einen angenehmen Duft aus seiner Trinkschale aufsteigen. Er kostete und fühlte sich erfrischt. So wurden gleichzeitig der Teestrauch und die Zubereitung entdeckt. Seither prägt das Teetrinken unser Leben, die Seefahrt, aber auch Wirtschaft und Handel.

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