In der Weihnachtsbäckerei…

Besondere Rezepte, die Vielfalt auf den Teller zaubern. Vier Spitzen-Köche plaudern aus dem Nähkästchen und verraten besondere Gebäckrezepte, die jeder Naschkatze Freude machen. Während der Adventszeit erfreuen sich Groß und Klein an frisch gebackenem Weihnachtsgebäck und die Küchen der Nation füllen sich mit Zimt, Vanille sowieBratapfel-Geruch und machen Lust auf die Weihnachtszeit.
Alle, die gern fernab der traditionellen Rezepte ihren Liebsten etwas Besonderes auf den Teller zaubern möchten, können sich von den folgenden Rezepten  inspirierenlassen.

Ein kleiner Gruß von der Alm
Ausseer Almraunkerl aus der WASNERIN. Eine regionale Spezialität aus dem steierischen Bad Aussee sind Almraunkerl (Raunkerln bedeutet “etwas Kleines”). Der besonders nahrhafte Rahm der Kühe, die den Sommer auf der Alm verbracht haben, wird zur Herstellung der Almraunkerl verwendet. Von den Sennerinnen gebacken, werden sie beim alljährlichen Almabtrieb traditionell zu einem Stamperl Schnaps  gereicht. Johannes Fasching, Küchenchef des Vier-Sterne-Superior G’sund & Natur Hotel DIE WASNERIN, verrät sein Rezept für die schmackhafte Spezialität, die auch eine beliebte Süßigkeit auf
dem weihnachtlichen Keksteller ist:
500 Gramm Mehl, 50 Gramm Zucker und eine Prise Salz vermischen. Danach 150 Gramm Butter in kleinen Mengen hinzugeben.
Anschließend einen halben Becher Sauerrahm beimengen und alles gut verkneten. Den Teig dann circa einen Zentimeter dick ausrollen, in kleine Würfel abstechen und in circa 180 Grad heißem Fett goldbraun ausbacken. Abschließend die Almraunkerl abtropfen lassen und in Zucker und Zimt wälzen.

Isinger Zimtsterne von Chefpatissier Thomas Blendermann
Sein Lieblingsrezept hat der Chefpatissier des renommiertenVier-Sterne-Superior-Hotel Gut Ising am Chiemsee verraten: Regionale Zulieferer und höchste Produktqualität machen die Isinger Zimtsterne zu einem besonderen Vorweihnachtsgebäck. 500 Gramm feingemahlene Mandeln werden unter die fünf sehr steif  geschlagenen Eiweiße gehoben. Die Eier bezieht Thomas  Blendermann von Hühnern des Eiermanns Mitterer aus dem Chiemgau. In die Masse werden 450 Gramm gesiebter Puderzucker für die Süße und zwei großzügige Teelöffel des namengebenden Gewürzes Zimt gemischt.
Der Geheimtipp des Chefpatissiers: „Ein Esslöffel Kirschwasser vom Guggenbichler verleihen dem Teig das gewisse Extra.“ Die Edelbrandmanufaktur Guggenbichler stellt schon seit 1829 Hochprozentiges im Chiemgau her. Nachdem der Teig über Nacht geruht hat, kann er ausgerollt und mit Sternformen ausgestochen werden.
„Wenn die Ausstecher kleben bleiben, einfach kurz in Puderzucker tauchen“, weiß der Experte aus Erfahrung. Nach Belieben die Zimtsterne mit der süßen Glasur aus einem Eiweiß und 125 Gramm Puderzucker bestreichen, danach backen die Isinger Zimtsterne bei 160 Grad Umluft in etwa sieben bis acht Minuten fertig.

Dresdner Christstollenkonfekt
Der heute sehr beliebte und weit über die sächsische Landesgrenze hinaus bekannte Dresdner Christstollen blickt auf eine lange Tradition zurück. Das im Jahr 1474 erstmals erwähnte Gebäck bestand zunächst lediglich aus Wasser, Mehl und Hefe und diente als mittelalterliches
Fastengebäck. Nachdem später auch Butter und gehaltvollere Zutaten erlaubt waren, etablierte sich das Gebäck ab 1560 als Weihnachtsstollen für die Landesherren. Für den kleinen Genuss zwischendurch wird der Stollen auch als Dresdner Christstollenkonfekt angeboten, das sich auch ideal zum Selbstbacken eignet. Der Küchenchef des Swissôtel Dresden, Marcus Seidel, verrät sein Lieblingsrezept:

625 Gramm Mehl werden in eine Schüssel gegeben.In eine kleine Mulde im Mehl fügt man noch 50 Gramm Hefe, 60 Milliliter Milch und eine Prise Salz hinzu. Hefe und Milch werden mit etwas Mehl bedeckt und für eine halbe Stunde ruhen gelassen. Anschließendweitere 65 Mililiter Milch untermengen und mit 250Gramm Butter, 50 Gramm Zucker, 375 Gramm Rum-Rosinen, 100 Gramm Zitronat, 100 Gramm Orangeat, 50 Gramm gemahlene Mandeln und 80 Gramm Marzipan verkneten. Der Teig wird nochmals 30 Minuten ruhen gelassen und dann in circa ein Zentimeterdicke,zwei Zentimeterbreite und fünf Zentimeter
lange Streifen zugeschnitten.
„Für einen besonders fruchtigen Geschmack, bestreiche ich dieStreifenvor dem Backen mit Aprikosenmarmelade und klappe sie zusammen“, rät Küchenchef Marcus Seidel. Anschließend wird das Stollenkonfekt für 10-15 Minuten gebacken, mit zerlassender Butter bestrichen, mit Puderzucker bestäubt und kann dann frisch verzehrt werden.
 

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