Fair-Trade-Kaffee

Bedeutet Genuss mit gutem Gewissen. Denn nach dem Erdöl ist Kaffee der zweitwichtigste Rohstoff weltweit. Jeder Österreicher trinkt im Durchschnitt 2,6 Tassen Kaffee pro Tag und entscheidet über fairen Handel mit.

Als Kaffeekonsumenten entscheiden wir durch unser Konsumverhalten mit, welchen Stellenwert ein fairer Handel und akzeptable Arbeits- und Produktionsbedingungen haben. Wer seinen Kaffee mit gutem Gewissen genießen möchte, greift zu Fair-Trade-Produkten.

Das Fair-Trade-Konzept
Kaffee wird vor allem in den Tropen und Subtropen angebaut. Neben Brasilien und Kolumbien sind Vietnam, Mexiko, Indien und Guatemala große Kaffeeproduzenten. Rund 25 Millionen Bauern bauen Kaffee an. Doch das "schwarze Gold" bringt in Relation zum Arbeitsaufwand wenig Gewinn ein. Die Kaffeebauern können sich kaum auf stabile Preise verlassen und erhalten von Zwischenhändlern für ihre Ware deutlich weniger als den jeweils gültigen Rohkaffeepreis. Beim Fair-Trade-Konzept stehen faire Löhne, soziale Sicherung und eine ökologische Landwirtschaft im Vordergrund. Kleinbauern, die sich in Kooperativen zusammengeschlossen haben, können Ihren Kaffee zu festgelegten Bedingungen verkaufen. Die Kooperativen müssen die Mitglieder an allen wichtigen Entscheidungen beteiligen. Diskriminierung, Kinderarbeit und Ausbeutung sind verboten, internationale Arbeitsschutzabkommen sind einzuhalten. Darüber hinaus sollte der Anbau umweltverträglich erfolgen und auf Pestizide weitgehend verzichtet werden. Im Gegenzug erhalten die Bauern einen Fair-Trade-Mindestpreis für Ihren Rohstoff. Wer seinen Kaffee biologisch anbaut, bekommt einen Aufschlag, der die höheren Kosten des Bioanbaus berücksichtigt.

Kaffeekonzerne setzen zunehmend auf fairen Handel
Hersteller, die Ihren Kaffee bei Kleinbauernkooperativen erwerben, dürfen mit dem Fair-Trade-Siegel werben. Die Unternehmen müssen bestimmte Bedingungen erfüllen, um das Siegel zu erhalten. Früher gab es Fair-Trade-Kaffee ausschließlich in Eine-Welt-Läden, inzwischen setzen auch große Anbieter auf fairen Anbau und Handel. Zum Beispiel Eduscho: Das Unternehmen zählt zu den fünf größten Kaffeekonzernen der Welt und achtet inzwischen verstärkt auf einen fairen Handel und produziert inzwischen einen eigenen Fair Trade zertifizierten Kaffee (Siehe http://www.eduscho.at/2-kg-fairer-genuss-ganze-bohne-p400027404.html)
Neben der Einhaltung der Sozial- und Umweltstandards haben die Firmen zunehmend die nachhaltige Produktion im Blick: Dabei wachsen die Kaffeesträucher zwischen größeren Bäumen, die für natürlichen Schatten sorgen. Wind und zu starkes Sonnenlicht haben keine Chance und die Bodenfeuchtigkeit bleibt erhalten. Der Einsatz von Dünger und anderen Pestiziden kann aufgrund der biologischen Bodenvielfalt vermieden werden. Erosion und Umweltschädigungen haben auf diese Weise keine Chance.

Ist Bio auch Fair Trade?
Bio-Kaffee ist deswegen nicht gleich Fair-Trade-Kaffee. Wer einen biologisch angebauten Kaffee kauft, kann sicher sein, dass dieser aus ökologischem Landbau stammt. Ob der Kaffee auch zu fairen Arbeitsbedingungen hergestellt wurde, sagt das Bio-Siegel jedoch nicht aus. Umgekehrt muss ein fair produzierter Kaffee nicht unbedingt nach Bio-Maßstäben angebaut worden sein. Für uns als Konsumenten ist dies nur schwer durchschaubar, also hilft nur eins: Genau hinschauen 

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