Nachhaltiger Tourismus in der Praxis

von links: Mag. Andreas Purt (Mostviertel Tourismus GmbH), Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, Theres Friewald-Hofbauer (Club Niederösterreich), Prof. Christoph Madl, MAS (Niederösterreich Werbung GmbH), DI Johann Weiss (Steinschaler Naturhotels)

Mit den vielfältigen Aspekten eines nachhaltigen Tourismus befassten sich die zahlreichen Experten bei der 6. Mostviertler Nachhaltigkeitskonferenz anhand von innovativen Best-practice-Beispielen.

Insgesamt 125 Touristiker, Hoteliers und Regionalmanager nutzten heuer die 6. Mostviertler Nachhaltigkeitskonferenz fürs Netzwerken und den persönlichen, branchenübergreifenden Austausch. Während der beiden Konferenztage standen diesmal 13 Vorträge und Präsentationen auf dem Programm. Thematischer Schwerpunkt waren dabei die Lehren des Nationalökonomen und Vordenker der Umweltbewegung, Leopold Kohr, der die Forderung nach einer „Besinnung auf menschliche Maße“ stellte. Was das für die touristische Entwicklung bedeutet und wie sich ökonomische und ökologische Erfordernisse unter einen Hut bringen lassen, beantworteten ExpertInnen aus dem In- und Ausland.

Ideen für Stadt und Land
Mit den Lehren Leopold Kohrs und dem Unterschied der Lebensräume Stadt und Land befassten sich Susanna Vötter-Dankl und Christian Vötter vom Verein TAURISKA/Leopold Kohr-Akademie. Sie stellten unter anderem ein in den Hohen Tauern umgesetztes Projekt vor, das den Wiederanbau von Obst und somit auch den Tourismus förderte.

Perspektiven für Menschen und Mitarbeiter
Gut ausgebildete, motivierte Mitarbeiter sind das Um und Auf im Tourismus. Wie lassen sich Wirtschaftlichkeit und soziale Verantwortung unter einen Hut bringen? Die Arbeitsplatzsituation im Tourismus beleuchteten Michaela Reitterer, Präsidentin der Österreichischen Hoteliervereinigung, Barbara Gartner vom Kürbishof Gartner im Steirischen Thermen- und Vulkanland, Alfred Spiegl, niederösterreichischer Landesgeschäftsführer der Dienstleistungsgewerkschaft vida sowie Franz-Josef Pirktl vom Alpenresort Schwarz in Mieming/Tirol – 2011 mit dem Staatspreis für Tourismus für innovative Mitarbeiterführung und –entwicklung ausgezeichnet.

Chancen für paradiesische Plätze
Schöne Landschaft - interessante Kultur, damit punkten viele Tourismusregionen in Europa. Wie gelingt es, regionale Schätze erfolgreich und dennoch nachhaltig in Szene zu setzen? Mit dieser Frage befassten sich Touristiker aus ganz unterschiedlichen Perspektiven und anhand von Best-practice-Beispielen.
Wolfgang Reindl begleitete durch die Wohlfühlregion Seelentium im Dreiländereck Oberösterreich-Bayern-Salzburg. 2010 gewann die Region den EDEN-Award, der ein spürbares Zusammenwachsen bewirkte und viele wertvolle Impulse brachte.
Mag. Helga Bauer erzählte die Erfolgsgeschichte der „Landlust“-Häuschen im steirischen Thermenland.
Herlinde Moosbrugger von Bregenzerwald Tourismus schilderte eine Region, in der die nachhaltige Förderung des Tourismus in den Statuten verankert ist.

Gesunde Angebote für Allergiker und Asthmatiker ließen die Nächtigungen im Wasserfalldorf Krimml seit 2008 um 45 Prozent wachsen. Details zum Ortskonzept stellte Mag. Erich Czerny, Bürgermeister von Krimml, vor. Fast ein Viertel der Gäste von Werfenweng reist mit der Bahn an.
Über die umfangreichen Maßnahmen zur umweltfreundlichen Mobilität informierte Dr. Peter Brandauer, Bürgermeister von Werfenweng und Präsident von Alpine Pearls. Vor gut zwei Jahren wurde die E-Mobilität in der Region Römerland-Carnuntum ausgebaut. Über Erfahrungen und Erfolge berichtete Bernhard Fischer, LEADER-Management und Regionskoordinator der Landesausstellung 2011. 

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