Naturpark Ammergau

Post vom Bayernmädl

Deutschland  hat 104 Naturparke, bisher aber keinen einzigen in Oberbayern. Die Ammergauer Alpen haben nun diese Tatsache geändert. Das landschaftliche Juwel  mit den saftigen Streuwiesen, den gemütlichen Almen, den üppigen Weiden und den romantischen Bergkiefernhochmooren hat rückwirkend zum 01. August 2017 das Prädikat "Naturpark" als erste Destination in Oberbayern erhalten. Der 19. Naturpark Bayerns umfasst die Gemeinden Oberammergau, Unterammergau, Ettal, Saulgrub/Altenau, Bad Kohlgrub, Bad Bayersoien sowie das Gebiet Ettaler Forst.

Kaum in einem anderen Raum konzentrieren sich so viele Landschaftsformen wie in den Ammergauer Alpen. Rehe und Gämsen fühlen sich hier ebenso wohl wie viele bedrohte Vogel- und Pflanzenarten. Darüber hinaus sind die Ammergauer Alpen Bayerns größtes Naturschutzgebiet, ja sogar eines der größten zusammenhängenden Naturschutzgebiete in Deutschland.

Hier gibt es Gipfel mit 1200 Metern bis 1900 Metern über NN, weshalb sich vielfältige Möglichkeiten für anstrengende Touren, aber auch für gemütliche Panoramawanderungen bieten. Geprägt wird das Bild von malerischen Orten, den typisch Blumen geschmückten Bauernhäusern und zahlreichen Baumindividuen, welche als Augenweide für den Wanderer eigens stehen gelassen werden. Die Bergmischwälder sind teilweise über 180 Jahre sich selbst überlassen worden. Generell werden historische Grünnutzungsformen in den Ammergauer Alpen noch mehr gepflegt als anderswo. So findet man hier auch noch zahlreiche  voralpine Mahdwiesen an schwer zugänglichen Stellen , welche nur einmal im Jahr gemäht werden und somit den ganzen Sommer über ein Meer aus Wiesenblumen bilden.

Um diese herausragende Kulturlandschaft zu schützen, zu pflegen, zu erhalten und gleichzeitig für Natur interessierte Gäste erlebbar zu machen, erhalten die Ammergauer Alpen als erste Destination in Oberbayern demnächst das offizielle Prädikat "Naturpark".

Ins Rollen gebrach hat die Initiative vor zwei Jahren der  ehemalige Leiter von Ammergau Tourismus, heute im Kloster Ettal beschäftigt. Er kam aus Osnabrück hierher und war sofort begeistert von den ansässigen Betrieben. Der größte Betrieb hier, so meint er, ist so groß, wie der kleinste bei ihm zu Hause. Er fand eine Landwirtschaft vor, so sagt er, wie man sie heute fast nicht mehr kennt. So war es ihm ein Anliegen, diesen einzigartigen Naturraum, der seiner Meinung nach sicherlich zu den schönsten in ganz Deutschland gehört, zu erhalten und für die Zukunft zu bewahren.

Kein Wunder, dass sich der berühmte bayerische Märchenkönig Ludwig II. hier eines seiner Schlösser erbauen ließ, Schloß Linderhof ist sogar das einzige. in welchem er jemals gewohnt hat. Allein schon deshalb dürfte auch für Kulturliebhaber hier bestens gesorgt sein. Ergänzt wird das Angebot noch vom bekannten Kloster Ettal und der barocken Wieskirche in Steingaden.

Schutz sensibler Gebiete, Unterstützung der heimischen Land- und Forstwirtschaft sowie Erlebnis für die Gäste lautet also die Devise. Die Initiatoren zur Zertifizierung als Naturpark haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Kulturlandschaft des Ammergaus zu schützen und zugleich den Gästen zu öffnen. So ist es den Besuchern möglich, mit erfahrenen Biologen Biber oder den Steinadler zu beobachten, auf geführten Touren durch Orchideenwiesen oder Moore zu wandern, geologische Zeitreisen zu durchleben oder die kulinarischen Spezialitäten der Region kennen zu lernen. 
      

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