Adventzeit in der Steiermark

Advent von Graz bis Mariazell und Admont bis Zeutschach. In der grünen Mark stehen Brauchtum und Handwerk im Mittelpunkt des Adventgeschehens, aber natürlich darf auch die Kulinarik nicht fehlen.

Graz: Advent der kurzen Wege
14 Advent- und Weihnachtsmärkte von 17. Nov. bis 24. Dezember 2017. Weihnachtsmärkte. Alle sind mit viel Liebe gestaltet und präsentieren sich bis zum 24. Dezember mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Und noch etwas zeichnet die Grazer Adventmärkte aus: Der Weg von einem zum anderen kann bequem zu Fuß zurückgelegt werden. Wir nennen das „Advent der kurzen Wege“.
Sehr zu empfehlen: Graz und der Adventrundgang jeweils freitags im Advent (24.11., 01.12., 08., 15., & 22.12., jeweils um 16 Uhr; Dauer 1,5 -2 Stunden). Denn wer weiß, dass der erste Weihnachtsmarkt in Graz am Franziskanerplatz zu Beginn des 19. Jhds stattfand und dass die Pianistin Marie Pachler in ihrem Salon den ersten Christbaum in Graz um 1825 einführtewww.graztourismus.at
 

Hochsteiermark: Adventhochburg mit fast 60 Adventmärkten
Der Mariazell Advent rund um die Basilika ist natürlich der bekannteste und größte, aber auch der Jagdliche Advent in Turnau, der heuer zum 13. Mal stattfindet, zieht mittlerweile viele an, zumal dieser in der Genussregion Hochschwabwild natürlich auch einen stark wild-kulinarischen Aspekt hat. Der Bergmännische Advent in Eisenerz greift die jahrhundertealte Tradition rund um den Erzberg auf und in der Adventstadt Leoben schaut sogar das Christkind vorbei.
Ein Tipp dabei: Weihnachtliche Papierkrippen werden dabei heuer erstmalig im MuseumsCenter Leoben gezeigt. Krippen aus Papier entstanden als Gegenpol zu den schönen und aufwändig gearbeiteten Kirchenkrippen. In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts gab es ein vorrübergehendes Verbot Krippen in Kirchen aufzustellen. Dadurch verlagerte sich das weihnachtliche Krippenbrauchtum in den privaten Bereich. So fanden Krippen aus Papier auch in kleinerem Format und günstiger in der Anschaffung Einzug in den privaten Bereich. Alle Infos: www.hochsteiermark.at

 
Gesäuse: Admonter Marzizoni und Haller Salzteufel
In alten Kochbüchern stöbern, das lohnt sich, in der weltgrößten barocken Stiftsbibliothek in Admont herrscht daran ja kein Mangel. ;-)
Konditormeister Günter Planitzer hat dabei ein über 300 Jahre altes Rezept nachgebacken, und an den heutigen Geschmack angepasst, auch wenn alle Zutaten dem Originalrezept aus 1708 entsprechen. Die Marzizoni sind geschmacksintensiv mit Gewürzen wie
Ingwer, Zimt und Nelken – und erinnern an Lebkuchen. Planitzer setzt auf 75 Prozent Marzipan anstatt der geriebenen Mandeln und versiegelt die Marzizoni mit roter und weißer Schokolade. In Rautenform geschnitten repräsentieren sie damit auch das Stiftswappen. Heute kann die regionale Köstlichkeit im Museums-Shop des Stift Admont und in der Konditorei Stockhammer in Admont erworben werden.
Alle zwei Jahre – rund um den Krampustag – steigen die Haller Salzteufel aus ihrem finsteren Salzstollen im Gangerlgraben und berichten Luzifer persönlich von ihren Schandtaten. Da sie jedoch nur magere Erfolge aufzuweisen haben, züchtigt Luzifer seine Gesellen voller Zorn, bis schließlich der Heilige Nikolaus dem teuflischen Treiben Einhalt gebietet. Auch wenn die Salzteufel sich noch so furchterregend geben; sind sie doch friedliche Gesellen, die nur zu gerne mit Kindern für ein Foto posieren. Der heurige Salzteufel-Lauf findet am 2. Dezember im Schulhof der Volksschule Hall statt. www.gesaeuse.at

 
Stiller Advent im Thermen- und Vulkanland Steiermark
Im Thermen- und Vulkanland leben Gemeinden die Philosophie des Stillen Advents. Es ist der gemeinsame Wunsch, der Kraft spendenden stillen Zeit wieder mehr Bedeutung zu geben. Als verbindendes Symbol wird in „Stille Advent-Gemeinden“ ein sensibel ausgewähltes, christlich symbolhaftes Objekt mit dem Grünen Licht beleuchtet. Als Aushängeschild, weil von weitem zu sehen, gilt hier Straden.
So wie die Gemeinden mit dem Grünen Licht ein Zeichen des Stillen Advents setzen, so ist es für die Bürger zu Hause die Laterne. Mit ihrem natürlich flackernden, bescheidenen und doch erhellenden Licht ist sie Ausdruck von Reduktion und Vorfreude auf das große Fest.
Der Stille Advent kehrt damit in die Häuser der Region. Das tägliche Ritual des Entzündens der Kerze ist Inspiration und Innehalten – für jeden Einzelnen ganz persönlich, für die Familie und damit für das Miteinander.
Gossendorfer Krippenweg: Ruhe und Kraft schöpfen und viel zu schauen hat man entlang des Krippen-Rundganges mit 30 Krippen in Gossendorf bei Feldbach. Entlang des fünf Kilometer langen Rundweges weisen Sterne den Weg zu den individuell gestalteten Krippen. Oftmals sind sie aus reinen Naturmaterialien von Privatpersonen und Familien hergestellt. Als Ausgangspunkte für die Krippenwanderung empfehlen sich der Dorfplatz oder der Gasthof Kulmberghof in Gossendorf.
Namhafte Adventmärkte der Region: Der Fürstenfelder Weihnachtsmarkt mit über 50 Ständen ist der größte, der „Advent wia´s früher wor“ in Bad Gleichberg ist der bekannteste. www.thermenland.at

Oststeiermark wie in der Kindheit: Pöllau & Waisenegg & Bratlalm
Es duftet nach Keksen und Lebkuchen, Kugeln glänzen im Kerzenschein, besinnliche Klänge verleiten zum Mitsummen … Der Advent in Pöllau sorgt von 1. bis 24. Dez. für Vorfreude. Einer der Höhepunkte: der Pöllauer Gassenadvent von 7. bis 10. Dezember, bei dem in der schönen Lamberggasse ein Weihnachtsmarkt wie aus Kindheitstagen für längst vergessen geglaubte Weihnachtsstimmung sorgt. www.naturpark-poellauertal.at
Waisenegger Christkindlmarkt: Klein aber (sehr) fein. Am 2. und 3. Dezember lohnt es sich definitiv beim Waisenegger Christkindlmarkt (Wirtshaus Gallbrunner) mit vielen Ausstellern aus der Umgebung vorbeizuschauen. Tischdecken, Weihnachtsdekoration, Krippen, Neujahrsglücksbringer, Weihnachtsbäume und ein Programm rund um den Advent, machen diesen Christkindlmarkt sehr abwechslungsreich und besinnlich. Samstags findet um 16:00 Uhr eine Adventkranz-segnung statt und anschließend kommen die JOGLLANDTEIFL vorbei und zeigen ihre Masken. Achtung: Vor allem um die Kekse ist jedes Jahr ein „Griss“, die sind an Tag zwei meistens schon mittags ausverkauft ;-) Für die Kinder gibt es übrigens an beiden Tagen eine eigene Kekserlbackstube.

Christkindlaufwecken auf der Bratlalm: Am 8. Dezember ist es soweit. Da in der heutigen Zeit der Weihnachtsmann und Santa Claus das Christkind immer mehr ablösen, hat sich das Christkind im Joglland im Wald versteckt. Aus diesem Grund wird das Christkind wieder aufgeweckt und aus dem Wald gelockt. Mit Lagerfeuer und Fackeln, Musik, einem kleinen Adventmarkt und einer Adventandacht in der Almkapelle. www.oststeiermark.com

Murtal: vom Advent in Spielberg bis in Zeutschach
Es stimmt schon, zufällig kommt man nicht nach Zeutschach. Aber wenn man mal den Weg nach Mariahof und von dort zu den Grasluppteichen gefunden hat, dann wird man beim Fischerwirt von 1. bis 3. Dezember mit einem sehr ursprünglichen Advent belohnt: mit Hufeisenschmied, Krippenbauer, Hirtenspiel der Volksschüler, Weihnachtstheater der Dorfjugend, Engerlfotostudio und einer Keksbackstube sowie Pferdekutschenfahrten und Fackelwanderungen in der wunderschönen Landschaft des Naturparks Zirbitzkogel-Grebenzen. www.fischerwirt.at

Schladminger Bergweihnacht
Von 24. November bis 24. Dezember 2017 steht alles wieder ganz im Zeichen von Christkindl und seinen Helfern, stimmungsvoll und romantisch.
- Advent am Talbach bei der Talbachschenke an den Adventwochenenden
- Weihnachtsmarkt Rohrmoos 2.12. – 3.12.2017
- Adventzauber in der Talbachklamm 3. und 9. Dezember 2017
- Schladminger Adventsingen 17.Dezember 2017
- Krippenausstellung in der Annakapelle – 15. bis 17. Dez. 17
- Advent am Berg auf der Hochwurzen 22. Dezember 2017
www.bergweihnacht.at

 

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