Weihnachtsbräuche aus aller Welt

Advent, Advent, das erste Lichtlein brennt. Es gibt jedoch weit mehr Weihnachtsbräuche als den traditionellen Adventkranz, die in Österreich trotz zunehmender Globalisierung noch unbekannt sind. EF Sprachreisen, der weltweit führende Anbieter für internationale Bildungsprogramme, für den das Überwinden von Grenzen in Sprache, Kultur und Geographie eines der obersten Ziele ist, regt mit einem Auszug dieser Bräuche für Weihnachtsfeiern an, wie sie bisher höchstwahrscheinlich noch keinen Einzug in Österreichs Wohnzimmer gehalten haben – Spaß und leuchtende Augen sind dabei garantiert.

„Warum sollte man in Österreich nicht auch verstärkt den ‚Tag der unschuldigen Kinder‘ feiern oder das Weihnachtsfest mehr im Sinne einer Party gestalten als ruhig und besinnlich die Zeit miteinander zu verbringen?“, wirft Mag. Elisabeth Sekulin-Kosmath, Country Manager Austria, Slovakia, Hungary bei EF Sprachreisen, die Frage auf und erklärt: „Egal ob Internet, Kulinarik, Musik, diverse Technologien etc., nationale Grenzen verschwinden immer mehr. Warum sollte das nicht auch für kulturelle Brauchtümer gelten? Es gibt weit mehr Traditionen als den Adventskranz oder Weihnachtsbaum“. Wer rund um die Weihnachtszeit einen Sprachaufenthalt macht, lernt andere Traditionen vor Ort kennen, wie beispielsweise die 17-jährige Sarah Kuglitsch aus Hermagor in Kärnten. Sie hat ein EF High School Year – also ein Auslandsjahr – in Greenville (Bundesstaat Kentucky) verbracht und konnte so hautnah Weihnachten auf „US-amerikanische Weise“ erleben. Wer sich Weihnachtsbräuche aus aller Welt nachhause holen oder direkt in die jeweilige Destination verreisen möchte, dem gibt EF folgende Tipps.

Spanien: Spielerische Bräuche
Die Weihnachtsfeierlichkeiten in Spanien unterscheiden sich von jenen in Österreich primär darin, dass spielerische Bräuche im Mittelpunkt stehen. Zwei Tage vor dem Heiligen Abend, am 22. Dezember, findet die so genannte „Weihnachtslotterie“ statt, eine der weltweit ältesten Lotterien. Seit über 200 Jahren findet sie am 22. Dezember statt. „Es ist nicht unüblich, dass hunderte Menschen an diesem Tag ein Los mit derselben Nummer kaufen, da die Teilnahme so groß ist. Alle Mitspieler wollen ‚El Gordo‘, den Hauptgewinn, der bei dieser Sonderziehung enorm hoch ist, ergattern. Studenten, die an diesem Tag in einer unserer drei EF Sprachschulen in Spanien sind, erzählen uns im Nachhinein beeindruckt von dem landesweiten ‚Lottofieber‘“, berichtet die EF Sprachreisen Country Managerin Sekulin-Kosmath. Ein paar Tage später, am 28. Dezember, wird in Spanien der „Tag der unschuldigen Kinder“, der „Día de los Santos Inocentes“, gefeiert. An diesem Tag ist es üblich, sich gegenseitig Streiche zu spielen und erfundene Geschichten zu erzählen. Sogar die spanischen Medien verbreiten traditionell Falschmeldungen. „Auch in unseren Sprachschulen in Málaga, Barcelona und Madrid weiß man an diesem Tag nicht, wie wahr Aussagen unserer Betreuer vor Ort sind“, so Sekulin-Kosmath mit einem Augenzwinkern.
Anders als in Österreich findet die Bescherung der Kinder erst am 6. Jänner statt, da traditionell die Heiligen Drei Könige Geschenke bringen. „Kinder bereiten ihre Ankunft so vor, dass sie am Vorabend Wasser und Brot als Willkommensgeschenk vor die Eingangstür stellen“, weiß die EF Country Managerin und ergänzt: „Waren die Kinder aus Sicht der Heiligen Drei Könige nicht brav, erhalten sie statt Geschenken Kohlestücke“.

USA - ein riesiges Fest
„Auch, wenn man die US-amerikanischen Weihnachtsbräuche aus Fernsehserien und Ähnlichem kennt, ist es doch ein ganz anderes Gefühl, sie hautnah zu erleben und selbst solch ein Weihnachtsfest zu feiern“, fasst die 17-jährige Sarah Kuglitsch aus Hermagor, die mit dem EF High School Year ein gesamtes Jahr bei einer Gastfamilie in Greenville, einer Stadt im US-Bundesstaat Kentucky, verbracht hat ihre Erlebnisse zusammen und erzählt weiter: „Weihnachten wird in den USA groß geschrieben. Es ist das mit Abstand liebste Fest der Amerikaner, das sie auch am längsten und stärksten feiern. In den amerikanischen Familien ist es ganz normal das komplette Haus zu schmücken und auch den Vorgarten zu dekorieren. Genau so war es auch bei meiner Familie. Meine Gasteltern, meine gleichaltrige Gastschwester und ich schmückten gemeinsam das ganze Haus und natürlich den riesigen Christbaum“. Die gemeinsame Zeit mit der Familie zu Weihnachten ist das Wichtigste. Anders als in Österreich bringt „Santa Claus“, der Weihnachtsmann, in der Nacht auf den 25. Dezember die Geschenke. An diesem Tag wird dann auch Weihnachten im Kreise der gesamten Familie gefeiert. Typischerweise wird dabei Truthahn gegessen, der ähnlich dem Thanksgiving-Gericht zubereitet ist.

Australien: Partys bei 40 Grad
„Auch wenn ‚Weiße Weihnachten‘ in Österreich immer seltener werden, so sind die Temperaturen bei uns nicht mit jenen in Australien zu vergleichen. Dort wird Weihnachten im Hochsommer gefeiert. Viele unserer Studenten in den EF Schulen in Brisbane und Sydney nutzen ihren Sprachaufenthalt dort, um ein komplett anderes Weihnachtsfeeling zu erleben“, berichtet Sekulin-Kosmath. Natürliche Tannenbäume sind in Australien sehr teuer, weswegen sie oft durch Plastik- oder Aluminiummodelle ersetzt werden. Wachskerzen sollten aufgrund der hohen Temperaturen gemieden werden und so schillert es an Australiens Christbäumen durch Lichterketten und Kunstschnee. Anders als in Österreich wird in Australien das Weihnachtsfest wesentlich ausgelassener – etwa bei Grill- oder Poolpartys – gefeiert. Wie auch in den USA bringt der Weihnachtsmann nachts die Geschenke, weshalb die Bescherung am 25. Dezember erfolgt.

Japan: „Fest der Liebe“ anders interpretiert
„Während in Australien das ausgelassene Feiern im Kreise der Familie und Freunde üblich ist und in Österreich dies auf eine ruhigere, besinnliche Art gemacht wird, hat sich das Weihnachtsfest in Japan als ein Fest der Verliebt-Seins, beziehungsweise des Verliebt-Werdens, etabliert“, so die EF Country Managerin und erzählt weiter: „Wenn unsere Studenten an der EF Schule in Tokio ein Weihnachtsfest in Japan miterlebt haben, vergleichen sie dieses gerne mit dem Valentinstag. Der Glaube und die Nächstenliebe rücken dort in den Hintergrund und die Liebe in den Vordergrund“. Ähnlich dem Valentinstag steht das Verliebt-Sein und Sich-Verlieben an diesem Tag im Mittelpunkt. Oft machen sich nur Paare oder Verliebte Geschenke oder verbringen den Weihnachtstag romantisch zu zweit. Für all jene, die sich gerne verlieben möchten, werden zahlreiche Partys in Diskotheken veranstaltet.
 

Über EF Sprachreisen
EF steht für "Education First" und ist Teil einer Gesellschaft in privater Hand, die eine breite Spanne verschiedener Bildungsprogramme anbietet: von Sprachtraining, Bildungsreisen und Kulturaustausch bis zu akademischen Graden. Mit dem Ziel, Grenzen in Sprache, Kultur und Geographie zu überwinden hat EF vielen Menschen allen Alters geholfen, globale Bürger zu werden.

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