Maximiliansjahr in Füssen

Post vom Bayernmädl

Die Schlösser der Wittelsbacher, allen voran das traumhaft schöne Neuschwanstein des Märchenkönigs Ludwig II, machten die romantische Stadt Füssen mit seinen mittelalterlichen Gassen, barocken Kirchen und der romantischen Altstadt weltberühmt. Direkt über den Dächern der Stadt erhebt sich das Hohe Schloss. Erbaut als Sommerresidenz der Fürstbischöfe von Augsburg beherbergt es heute die Filialgalerie der Bayerischen Staatsgemäldesammlung und die Städtische Galerie.

Doch schon vor langer Zeit war der idyllische Ort im bayerischen Allgäu ein beliebtes Reiseziel. Kriegerische Truppen, Handelskarawanen, Kaiser und Könige kamen auf der Via Claudia Augusta durch Bayerns höchstgelegene Stadt. Auch der deutsche Kaiser Maximilian I. mitsamt seinem großem Gefolge besuchte den Ort beinah 40 Mal. Dem Habsburger gelang es, mit den österreichischen und burgundischen Ländern die beiden mächtigsten Territorien im Reich unter seiner Herrschaft zu vereinigen. Obwohl der vielseitig gebildete Reformer und Förderer der Kunst und Wissenschaft ein leidenschaftlicher Anhänger der Ritterspiele und Turnierkämpfe gewesen ist, erkannte er dennoch die Zeichen seiner Zeit. Unter seiner Herrschaft fand eine grundlegende Reform der Ritterheere statt. Die Fehde, die mittelalterliche Form der Rechtssprechung durch Waffengewalt, sollte durch den Ewigen Landfrieden ersetzt werden. Maximilian, auch der letzte Ritter genannt, verstarb im Jahr 1519. Sein Tod verschaffte Martin Luther, dem zu dieser Zeit der Prozess bevorstand, den notwendigen Aufschub, um seine Thesen zu verbreiten.

In Gedenken an den Todestag des Kaisers vor 500 Jahren finden im Maximiliansjahr in Füssen zahlreiche Veranstaltungen statt. Höhepunkte sind die historischen Festumzüge durch die Altstadtgassen Ende Juni. Bis zu 500 stolze Ritter und Landsknechte, reich gekleidete Edelfräulein, Stadtbürger, Handelsleute, "Hübschlerinnen" und Bettler stellen den Einzug des Kaisers in die Stadt nach. Um die beiden Festzüge herum dienen die Altstadtplätze als Kulisse für Tänzer, Fahnenschwinger, Gaukler, Spielleute, Stelzentheater und Fanfarenzüge. Beeindruckende Greifvogel und Flugshows erinnern an die höfische Tradition der Falkenjagd.

Im Rahmen des Mittelaltermarktes im Freyberg-Garten spielt die Mittelalter-Band Tibetrea begleitet vom Feuerspektakel der Gruppe Heydenrausch. Historische Gruppen machen dem Besucher das Lagerleben um 1500 deutlich, während Ritterturniere den typischen Kampf mit dem Schwert zur Schau stellen. Der Eintritt zu den einzelnen Veranstaltungen ist frei.   

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