An der schönen, blauen Donau!

  • Bei den Marienschwestern vom Karmel: Kneippgarten, Kräutergarten, Heilgarten - die Ruhe ist allgegenwärtig

  • Der Linzer Hauptplatz

Schon Johann Strauss wusste um die Schönheit des Donaustroms und hat diese musikalisch festgehalten. Als Lebensader des Landes rückt die Donau seit einigen Jahren auch wieder verstärkt als Freizeitobjekt in den Fokus. Chillige Beaches entstehen entlang der Donau, die Städten wie Linz oder Wien ein südliches Flair verpassen, die Donauschifffahrt ermöglicht ein gemütliches Schifferl fahren, während die Landschaft langsam vorbeizieht und für Radler ist der Donauradweg sowieso schon längst zum Kult geworden. Auch sie nützen oft und gerne die Schifffahrt - entweder, um einige der Etappen per Schiff zurückzulegen, oder als Überfuhr, um von einem Ufer zum anderen zu gelangen. Wie zum Beispiel in Grein, um dort auf die ruhigere Seite des abseits der Straße liegenden Radweges zu gelangen.

Linz verändert
Die Bundeshauptstadt Wien ist und war immer schon Hotspot für Städtetrips, bei Linz ist das etwas anders. Zu sehr ist ihr Ruf als Industrie- und Stahlstadt in den Köpfen verankert und daher wird die Stadt bei der Auswahl für Städtetrips eher stiefmütterlich behandelt. Doch seit 2009, ihrem Jahr als Kulturhauptstadt, tut sich etwas. Damals wurde eine Entwicklung in Gang gesetzt, die mit dem Höhenrausch begann und sich seitdem in zahlreichen Projekten fortsetzt.  Linz arbeitet kontinuierlich an einem Imagewandel und tut das mit Erfolg, wie zahlreiche Aktivitäten beweisen. Was tun Stadtführer, wenn sie über eine Stadt wie Linz erzählen sollen, die eigentlich keine Geschichte hat? Sie konzentrieren sich auf die Gegenwart mit all ihren Veränderungen und dafür ist Linz offen. Linz regt an, über Veränderungen und über Neues nachzudenken.
Der oben erwähnte Höhenrausch ist so ein Projekt, bei dem über den Dächern der Stadt der Kunst freien Raum gegeben wird – im wahrsten Sinn des Wortes, denn vieles davon befindet sich tatsächlich im Freien. Bei der aktuellen Ausstellung „Das andere Ufer“ werden die Gäste entlang der beliebten Holzstege in Werke zeitgenössischer Kunst eingeführt. Noch bis 14. Oktober www.hoehenrausch.at.

Wer Linz sagt, der kennt auch Ars Electronica Center sagen, das sich erfolgreich als Museum der Zukunft etabliert hat. Hier trifft technologisches Vordenkertum auf visionäre Medienkunst und lockt mit Ausstellungen zu den Themen Kunst, Technologie und Gesellschaft. 3D-Drucker im Einsatz für die Besucher, intelligente Materialien, Virtual Reality oder faszinierende Bildwelten im Deep Space 8K: das Flaggschiff der UNESCO City of Media Arts lockt mit einem eigenen Konzept, bei dem Besucher aktiv eingebunden und zu Forschern werden. Ein Veränderungsprozess wird auch hier in Gang gesetzt. www.aec.at

Geschichte – ja, doch auch
Das Österreichische Gedenkjahr 2018 findet aber auch in Linz seinen Niederschlag. Veranstaltungen, Ausstellungen und vor allem die Linzer Museen widmen sich dieser Thematik und zeigen darin, dass Linz in jüngster Vergangenheit sehr wohl seinen Platz in der Geschichte hat. Zu sehen bei den Ausstellungen "Zwischen den Kriegen. Oberösterreich 1918 bis 1938", Schlossmuseum Linz, 7. Februar 2018 bis 13. Februar 2019 und  Landesgalerie Linz, 7. Februar bis 6. Mai 2018. www.linztourismus.at

Einfach genießen
In Linz durch die Altstadt schlendern, den Spuren von Anton Bruckner, dem großen Sohn der Stadt folgen, die sich nicht nur im Brucknerhaus zeigen. Denn mit einem speziell ausgebildeten Guide begibt sich der Besucher zu den wichtigsten Stationen von Bruckners Leben – eine davon ist der Alte Linzer Dom, wo sich die einzige original erhaltene Orgel des Komponisten befindet. Musikinteressierten sei das Brucknerfest von 4.9. – 11.10.2018 ans Herz gelegt. Wer Bruckners Spuren noch weiter folgen möchte, kommt dann unweigerlich auch nach Bad Kreuzen, in das Curhaus de Marienschwestern von Kamel, und damit in Österreichs größten Kneippgarten. Der große Komponist weilte hier öfter zur Kur und auch heute bieten die Marienschwestern unterschiedliche Kur- und Erholungsprogramme mit dem Schwerpunkt des Kneippens an. www.tem-zentrum.at
Ein Eis bei Surace in Linz essen – unschlagbar im Geschmack und kaum zu bewältigen in der Größe, ganze Curvarturestücke in der Sorte „Sacher“ sind einzigartig – als Wiener ist man da ja Spezialist. Und dann abhängen, wie die Jugend heutzutage Entspannung bezeichnet. Linz hat was, das ist nicht zu leugnen. Es ist der Reiz des Aufbruchs, der zu spüren ist, so, als würde sich die Stadt neu erfinden. Und das tut sie zum Teil auch, denn „Linz verändert“ ist nicht nur ein Slogan, den sich die Stadt verpasst hat, sondern gelebte Realität. Und Linz lässt Veränderungen auch zu und das ist eigentlich das Wesentliche. Besonders lebendig machen diese Veränderungen auch die Austria Guides, die sich eben nicht an der Geschichte der Stadt orientieren, sondern als Persönlichkeiten auftreten. „Stadtführer müssen Kommentatoren sein und nicht Wikipedia auf zwei Beinen“, wie es Guide Sebastian auf den Punkt bringt.
Und wer dann doch ein bisschen Großstadtfeeling haben möchte, geht ins Cafe Traxlmayr, eines der wenigen verbliebenen Altwiener-Kaffeehäuser in Linz und seit 1847 durchgehend in Familienbesitz. Die Kaffeeauswahl reicht von Julius Meinl (Wien) bis zu Nannini (Siena, Italien), die Mehlspeisen offerieren nicht nur die Linzer Torte. Aber auch die ist natürlich ein Muss in der gleichnamigen Stadt. www.cafe-traxlmayr.at
Und dann wäre da noch die Donauwelle: Sauerkirschen, Buttercreme, Teig und Schokoguss sind die Ingredienzien für die süße Köstlichkeit. Sie hat zwar auch 480 Kalorien pro Stück, aber darüber kann man getrost einmal hinwegsehen, wenn man schon an der Donau weilt.
Linz hat etwas Ungekünsteltes, das anderen Städten fehlt. Es ist eine Mischung aus urbaner Lebensfreude und innovativem Zukunftsgeist, der man sich als Urlauber nicht entziehen kann. Als UNESCO City of Media Arts hat Linz in Sachen Medienkunst den Finger stets am Puls der Zeit und was könnte innovativer sein, als Medien. www.linztourismus.at/

Donau so ….
… blau - das ist sie tatsächlich noch in vielen Abschnitten. Lebensader und Transportsystem, aber auch Erholungsregion. Mit den anlässlich Linz09 geschaffenen künstlichen Schotterbänken im Hafengelände der Stadt wurde ein direkter Zugang zur Donau geschaffen, heute tummeln sich dort an heißen Tagen die Badenixen. Das Parkbad zum Beispiel bietet eine 1.250 Quadratmeter große Chill-out-Area mit Sandstrand und das Freibad-Areal wurde Richtung Donaupark geöffnet. „Beachfeeling“ mitten in der Stadt und direkt an der Donau!
Hafenrundfahrten eröffnen neue Perspektiven auf die Stadt, drosseln die Hektik und stehen in Linz sogar für zeitgenössisches Kulturschaffen unter freiem Himmel. Denn „Mural Harbor“ ist die weltweit größte Outdoor-Graffiti-Galerie, an der namhafte Künstler aus aller Welt mitarbeiten
An Bord des Design-Schiffes MS „Linzerin“ zum Beispiel kann man den „Dreiklang“ aus Kultur, Industrie und Natur in Linz entdecken!

Radeln am Fluss findet seit Jahren viele Anhänger beim Donauradweg. Der Start ist in der bayerischen Drei-Flüsse-Stadt Passau und führt dann über rund 330 Kilometer bis nach Wien. Inklusive Natur- und Kulturgeschichte entlang der Strecke. Wer dann noch besonders wohnen möchte, checkt in einer der zehn „Donau(T)Räume“ Unterkünfte ein, die vom "Schlaf-Fass" auf dem Campingplatz bis zum „Schlafen wie Grafen“ Zimmer für alle Ansprüche etwas bietet. www.donauregion.at/donautraum
Auch den Kostbarkeiten entlang der Donau sollte man seine Aufmerksamkeit widmen, denn hier sind kreative Menschen mit viel Leidenschaft am Werk. www.donauregion.at/kostbarkeiten

Schiff Ahoi!
Was wäre die Donau ohne ihre Schifffahrt – wohl nur das halbe Vergnügen. Die Donauschifffahrt ist seit Jahrzehnten fixer Bestandteil der Strecke zwischen Regensburg und Wien und das mit den unterschiedlichsten Angeboten. An Bord gehen und in Ruhe von Linz nach Wien fahren, um unterwegs am Sonnendeck die Landschaft zu genießen. Oder in Grein aussteigen und das idyllische Städtchen erkunden. Das so ganz anders ist, als Linz.
 
Die Hass-Liebe von Grein
Ein Stück weiter Fluss abwärts wartet eben Grein, das alte Schifferstädtchen mit einem sehenswerten Stadtkern, dem historischen Stadtplat und den Ackerbürgerhäusern. Deren Name stammt von den langgezogenen Gärten im hinteren Bereich, der früher für den Gemüseanbau gedacht war.
Ein historisches Stadttheater, das wie aus der Zeit gefallen scheint und dessen älteste Teile 400 Jahre alt sind und ein Hauptplatz, wo die Menschen scheinbar ein bisschen langsamer unterwegs sind, als in den Großstädten. Und das ist auch gut so, denn es gibt viel zu sehen. Den Stadtplatz erkunden zum Beispiel, und dann der Stadtpfarrkirche einen Besuch abstatten. Oder einen Abstecher zum Schloss Greinburg, das als ältestes Wohnschloss Österreichs seit mehr als 500 Jahren über der Stadt thront. Im Sommer finden hier die Kulturevents statt, auch das Schifffahrtsmuseum ist hier untergebracht. Führungen sind bis 26. Oktober möglich. www.schloss-greinburg.at
Seit 1491 gibt es die Stadt und in früheren Zeiten war Grein die gefährlichste Stelle auf der 2800 km langen Schifffahrt auf der Donau.  Diesem Umstand ist auch ihr einstiger Wohlstand und damit verbunden der Bau des Schlosses zu verdanken: Maut wurde eingehoben und Händler tummelten sich vor Ort. Der Fluss hat die Stadt geprägt und die Bewohner stehen in einer Liebes-Hass Beziehung zur ihr: wichtig für einen regen Handel und das gesamte Handwerk rund um die Schifffahrt, bringt das Hochwasser aber auch immer wieder Probleme.
Und dann wäre da noch die Konditorei Schörgi, deren Ruf bis in die Bundeshauptstadt reicht. Was weiter kein Wunder ist, denn ihr Eis ist unerreicht, die Eisbecher grandios und die Mehlspeisen legendär. Allen voran der hauseigene "Batzlgugelhupf" nach einem Rezept aus dem Jahr 1892. Dazu ein Platzerl auf der Terrasse mit Blick auf die Donau – und da ist sie wieder: Lebensader, Freizeitareal und Tor zur Welt.
Grein ist so anders als Linz und doch verbindet sie beide der Donaustrom. Und damit haben sie dann auch wieder Gemeinsamkeiten, denn das Leben an der Donau ist ihr Bindeglied. www.grein.info

Das Naturwunder
Wer sich mit der Donau beschäftigt, kommt nicht um das Wunder der Schlögener Schlinge herum. Sie ist das Aushängeschild der oberösterreichischen Donauregion und das zu recht: denn hier scheint es, als hätte sich der Fluss entschlossen, noch ein bisschen zu bleiben und einen Kreis zu machen. Es wirkt fast, als würde das Wasser bergauf fließen. Ein Naturschauspiel, das sowohl vom Ufer aus, als auch von der Aussichtsplattform ein Muss an der Donau ist. Völlig zu Recht wurde sie 2008 zum Naturwunder Oberösterreichs ernannt. www.donauregion.at/oesterreich/poi/430012369/donauschlinge-schloegen-nat...
 

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