Die Ostergeschichte

Ostereier werden gesucht und genascht, verschiedene Bräuche werden gepflegt und in den Familien wird gegessen und gefeiert. Doch eigentlich ist Ostern das Fest der Auferstehung  Jesu Christi. Es ist eines der wichtigsten christlichen Feste im Kirchenjahr und die Vorbereitung auf Ostern beginnt nicht erst mit dem Palmsonntag, sondern am Aschermittwoch, der die 40t-igigeFastenzeit einläutet. Viele Menschen verzichten in dieser Zeit auf Süßigkeiten, Alkohol oder Fleisch. Die 40 Tage der Passionszeit, wie sie jetzt zelebriert werden,  haben ihren Ursprung in der Fastenzeit Jesu nach der Taufe im Jordan.

Die Karwoche
Eine Woche vor dem Ostersonntag, am Palmsonntag, beginnt die Karwoche. Doch woher kommt das Wort „Kar“? Es bedeutet im althochdeutschen „Trauer“ und „klagen“. An diesem Tag zog Jesus in Jerusalem, ein und das Volk ebnete ihm den Weg mit Palmwedeln.
Am Gründonnerstag nahm Jesus mit seinen Jüngern das Abendmahl ein. Der Gründonnerstag symbolisiert das Abschiednehmen von Jesus und das Bitten um die Vergebung aller Schuld.
Der Freitag vor Ostern ist ein besonderer Gedenktag, denn am Karfreitag wurde Jesu Christi gekreuzigt. Für die Christen ist dieser Tag ein stiller Feiertag und zugleich auch ein sehr bedeutender.
Am Karsamstag endet nicht nur die Fastenzeit, sondern die heilige Karwoche erreicht in der Nacht von Samstag auf Sonntag auch ihren Höhepunkt. In dieser Nacht ist Jesu Leiden überwunden. Es beginnt die Osterzeit, die bis Pfingstsonntag (50 Tage später) andauert. Das Osterfeuer am Samstagabend ist ein Brauch, der alle bösen Geister vertreiben soll und noch in vielen Regionen Österreichs gelebt wird.

Der Ostersonntag
Am Ostersonntag wird die Auferstehung Jesu Christi gefeiert. Dieser bedeutsame christliche Feiertag der Freude gibt den Menschen Hoffnung. Ostern hat sich zu einem Fest der Kirche und der Familie entwickelt. Traditionen fanden ihren Platz in der Gesellschaft. Die Kinder suchen zu Ostern Ostereier und die ganze Familie versammelt sich am Sonntag Morgen zu einem großen Frühstück. Manche gehen in die Kirche, wo christliche Lieder gesungen werden, manche feiern im engsten Kreis der Familie.

Wissenswertes
Warum heißt es KARfreitag?
Das KAR- vor dem Karfreitag geht zurück auf das althochdeutsche Wort „kara“, was so viel heißt wie Klage, Kummer oder auch Trauer. Und wenn man bedenkt, dass die Christen an diesem Tag dem Tod Jesu am Kreuz gedenken, macht es auch Sinn, diesen Tag „Trauertag“ zu nennen.

Warum werden an Ostern Ostereier verschenkt?
Eier galten in vielen Kulturen schon immer als Symbol für Fruchtbarkeit und wurden traditionell zum Frühlingsanfang verschenkt. Für die ersten Christen war das Ei weniger ein Symbol für Fruchtbarkeit, sondern ein Sinnbild des Lebens und der Auferstehung. Das Ei ist wie ein verschlossenes Grab, in dem Leben eingeschlossen ist. Wenn jemand starb, wurde ihm deshalb auch ein Ei mit in sein Grab gegeben. Bemalt, gekocht, versteckt und verzehrt. Das Ei gehört untrennbar zu Ostern.
Außerdem durfte man früher in der 40-tägigen Fastenzeit zu Ostern keine Eier essen. Da die Hühner aber weiter fleißig ihre Eier legten und die Menschen den Kühlschrank noch nicht erfunden hatten, mussten die Eier irgendwie haltbar gemacht werden: Man kochte sie hart. Am Ende der Fastenzeit – an Ostern – wurden sie dann gegessen, an liebe Menschen verschenkt oder man bezahlte damit seine Pacht! Im Mittelalter musste immer an Ostern der Pächter dem Grundherrn seine Abgaben leisten – und da das auch in Naturalien geschehen durfte, zahlten viele ihre Pacht mit Eiern.

Warum gibt es den Osterhasen?
Bis heute gibt es keine endgültige Erklärung für den Osterhasen, dafür aber mehrere Theorien: Die wohl populärste ist die, dass der Hase ein Symbol für Fruchtbarkeit ist. Der griechischen Liebesgöttin Aphrodite und der germanischen Frühlings- und Fruchtbarkeitsgöttin Ostera wurde deshalb auch der Hase als heiliges Tier zugeordnet. Dazu kommt, dass der Hase wenig scheu ist und im Frühjahr, wenn er auf Futtersuche war, häufig in den Dörfern und Städten gesehen wurde… Er war also gerade um die Osterzeit immer besonders präsent.

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