Österreichische Sektgala

  • v.l.n.r.) Mag. Benedikt Zacherl, GF des Sektkomitees, Michael Malat, Vorsitzender des Winzerausschusses, Mag. Willi Klinger, GF Österreich Wein Marketing, Herbert Jagersberger, Vorsitzender Österreichisches Sektkomitee

Achten Sie auf die Banderole!
Gleich auf zwei Überraschungen galt es an diesem exklusiven Abend im Zeichen des Österreichischen Sekts anzustoßen: Auf den neuen Österreichischen Sektbotschafter, Karl Hohenlohe, Herausgeber des Gault&Millau, sowie die erstmalige Präsentation der höchsten Sekt-Qualitätsstufe „Große Reserve“.Besonderes Objekt der Begierde war Sekt g.U. Große Reserve – die höchste Stufe der österreichischen Qualitätspyramide, die erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Den optischen Hinweis für Sekt g.U. bietet die rot-weiß-rote Banderole als Garantie für „geschützten Ursprung und geprüfte Qualität“.
Mehr als 30 namhafte Sektproduzenten waren angereist, mit Sekt g.U. Große Reserve sind die österreichischen Sekthersteller nun bereit, den internationalen Schaumwein-Größen wie Champagner, Franciacorta oder Cava auch in der qualitativen Top-Liga auf Augenhöhe zu begegnen. Entsprechend streng sind die Vorgaben. So dürfen beispielsweise die Trauben ausschließlich aus einer Gemeinde kommen, müssen durch Handlese geerntet werden und mit 50 Prozent Saftausbeute ist nur das Herzstück einer schonenden Pressung für die weitere Verarbeitung zugelassen. Außerdem ist die Dosage auf maximal zwölf Gramm pro Liter (brut sowie extra brut/brut nature) festgelegt, erlaubt hingegen ist eine Lagenbezeichnung.
 
Was bedeutet „Klassik“ und „Reserve“?
Und was kann man sich unter den beiden weiteren Kategorien der österreichischen Qualitätspyramide für Sekt vorstellen? Die Basiskategorie Sekt g.U. Klassik garantiert vor allem die österreichische Herkunft der Trauben und Grundweine aus einem geschützten Ursprungsgebiet, eine Mindestlagerzeit des Sekts auf der Hefe von neun Monaten sowie die staatlich geprüfte Qualität.
Ab der zweiten Stufe  – Sekt g.U. Reserve – sind ausschließlich Sekte zugelassen, die nach der traditionellen Methode (Flaschengärung) hergestellt wurden. Die Trauben und Grundweine müssen hier aus einem generischen Weinbaugebiet (Bundesland) stammen und von Hand gelesen werden. Zudem ist eine Reifezeit auf der Hefe von mindestens 18 Monaten vorgeschrieben und für den Verkauf sind sie 24 Monaten nach der Ernte zugelassen.

In vielen Bereichen der Nahrungs- und Genussmittel wird auf die großartige heimische Herkunft und Qualität geachtet, was sich erfreulicherweise in Auszeichnungen am Regal sowie in der Speise- und Getränkekarte wiederfindet. Dabei spielt auch der österreichische Sekt eine immer wichtigere Rolle, hat er doch in den letzten Jahren mit seinem klaren Fokus auf Herkunft und Qualität einen enormen Aufschwung erlebt.
 
Nach jahrelanger Vorarbeit verfügt Österreich mit der dreistufigen Qualitätspyramide nun über ein genaues Regelwerk für Sekt und hervorragende Produkte in allen Kategorien. Im Zuge dieser Bemühungen in den vergangenen zehn Jahren hat die österreichische Sektlandschaft enorm an Diversität zugenommen. Österreichischer Sekt erfreut sich bei den Konsumenten größerer Beliebtheit denn je. Das österreichische Sektkomitee hat sich zum Ziel gesetzt, den Marktanteil von österreichischem Sekt von 30 Prozent mittelfristig auf 50 Prozent zu erhöhen. Österreichischer Wein verzeichnet beispielsweise in der Gastronomie einen Marktanteil von über 85 Prozent – hier bleibt für österreichischen Sekt also noch einiges zu tun.

Mit der Ernennung der Sektbotschafter soll das Bewusstsein für heimischen Seket bei Touristikern, Gastronomen und Gästen noch stärker verankert und in die Welt getragen werden. „Wir von Gault&Millau wünschen uns neben gesteigerter Qualität auch ein gesteigertes Bewusstsein für Lebensmittel. Die Initiativen des österreichischen Sekts der letzten Jahre bringen dies auf den Punkt oder besser in die Pyramide,“ erklärt Karl Hohenlohe, Herausgeber des Gault&Millau und frisch gebackener Botschafter des österreichischen Sekts. „Eine Bewertung wie auch eine Bewerbung von gehobener österreichischer Sektkultur in der Gastronomie ist denkbar und wünschenswert.“

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