Wo der Koch den Bauern beim Namen kennt: Wer in Südtirols Spitzenküche...
17 GaultMillau-Punkte für Aurélien Mettler, fünf ausgezeichnete Restaurants und frische Impulse für die Gastronomieszene.
Wer nach Grindelwald reist, kommt meist wegen der imposanten Eigernordwand, einer Fahrt auf das Jungfraujoch - Top of Europe oder der vielfältigen Wanderwege und Skipisten. Doch auch kulinarisch hat der Schweizer Ferienort einiges zu bieten. Das zeigen die aktuellen Bewertungen des GaultMillau-Guides 2027: Fünf Restaurants vereinen insgesamt 77 Punkte auf sich, zwei von ihnen tragen zudem einen MICHELIN-Stern. Besonders im Rampenlicht steht derzeit Aurélien Mettler, Küchenchef des Restaurants Fiescherblick. Der 30-Jährige verbessert sich auf 17 GaultMillau-Punkte und wird als einer von vier Köchen in der Schweiz zum „Aufsteiger des Jahres 2027“ gekürt. Gleichzeitig tut sich auch abseits der gehobenen Gastronomie einiges: Mit der Osteria da Huldi eröffnet Anfang Dezember eine neue kulinarische Adresse im Herzen des Dorfes. Das Besondere daran: Auch hier hat Mettler seine Finger im Spiel.
Aurélien Mettler: Vom Fiescherblick zum Aufsteiger des Jahres
Im familiengeführten Hotel Fiescherblick hat sich Aurélien Mettler mit seiner eigenständigen Küche einen Namen gemacht. Im Mittelpunkt stehen hochwertige Produkte, präzises Handwerk und kreative Geschmackskombinationen. Dass dieser Ansatz überzeugt, zeigt die jüngste Bewertung des GaultMillau: Nach 16 Punkten im Vorjahr erhält das Restaurant nun 17 Punkte. Die Auszeichnung als einer der „Aufsteiger des Jahres 2027“ würdigt Mettlers Entwicklung und rückt zugleich die Gastronomieszene Grindelwalds in den Fokus. Auch der Guide MICHELIN zeichnet das Restaurant Fiescherblick mit einem Stern aus.
Neue Osteria bringt frischen Wind ins Dorf
Mit der Osteria da Huldi zeigt sich ab Dezember eine weitere Seite von Mettlers kulinarischer Handschrift. Für das neue Restaurant im ehemaligen Cork Club an der Dorfstrasse entwickelt der Spitzenkoch das gastronomische Konzept. Hinter der Osteria stehen die Brüder Matthias, Lars und Nils Michel, die einen unkomplizierten Treffpunkt für Einheimische und Gäste schaffen möchten. Auf der Karte stehen italienisch inspirierte Gerichte, allen voran hausgemachte Pasta. Morgens soll es Kaffee und Gipfeli geben, nachmittags Apéro und kleine Snacks, während abends eine kleine, sorgfältig zusammengestellte Speisekarte serviert wird. Der Name „Huldi“ ist eine Hommage an die Urgroßmutter der drei Brüder, die über viele Jahre die Gastfreundschaft im familieneigenen Hotel Gletschergarten prägte. Die Eröffnung ist für Anfang Dezember 2026 geplant.
Fünf ausgezeichnete Restaurants am Fuße der Eigernordwand
Dass Grindelwald auch abseits des Fiescherblicks kulinarisch einiges zu bieten hat, zeigen die weiteren Bewertungen des GaultMillau-Guides 2027. Im Bergwelt Grindelwald erreicht Küchenchef Urs Gschwend 16 Punkte. Ebenfalls mit 16 Punkten sowie einem MICHELIN-Stern ausgezeichnet ist das Hotel Belvedere unter David Imré Rosza. Das Boutique Hotel Glacier mit Marco Allemann und das Romantik Hotel Schweizerhof unter Adrian Bolsmann komplettieren die Liste mit jeweils 14 Punkten.
Damit bietet Grindelwald eine bemerkenswerte Bandbreite an kulinarischen Erlebnissen. Vom Fine-Dining-Menü nach einem Tag in den Bergen bis zum entspannten Abend mit hausgemachter Pasta findet sich für unterschiedliche Geschmäcker und Anlässe das passende Angebot. Wer seinen nächsten Aufenthalt in der Jungfrau Region plant, sollte deshalb nicht nur genügend Zeit für die Bergwelt, sondern auch für die Restaurants des Ferienortes einplanen.
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