Der Osterhase hoppelt schon eifrig über die Wiesen, die Eier werden...
Die Stadt Nürnberg wird allgemein gerne mit Lebkuchen und den Rostbratwürsten assoziiert. Obwohl das natürlich durchaus seine Berechtigung hat, kann die Stadt noch viel mehr. Nürnberg ist die zweitgrößte Stadt Bayerns und die Perle von Franken, mit dem Nürnberger Reichswald, einem der größten stadtnahen Waldgebiete in Deutschland, ist sie auch eine sehr grüne Stadt. Geprägt durch einen historischen Stadtkern, der Frauenkirche und dem ehemaligen Reichparteitagsgelände ist die wechselvolle Geschichte allgegenwärtig, auch das Habsburger Wappen findet sich noch an der Kaiserburg Nürnberg. Und die Nürnberger Symphoniker feiern ihren 70. Geburtstag. Gründe genug also, dieser Stadt einen Besuch abzustatten. Bemerkenswert ist auch, dass man sich ebenso der weniger rühmlichen Vergangenheit mit dem Dokumentationszentrum im ehemaligen Reichstagsgebäudes stellt.
Die Nürnberger engagieren sich sehr für Umwelt, um eine lebenswerte Stadt zu haben, und mit Handschlagqualität bezeichnen Einwohner ihre Art der Geschäfte in der alten Handelsstadt, man trifft also auf Menschen, die zu ihrem Wort stehen.
Bio-Vorreiter
Schon 2006 beschloss der Nürnberger Stadtrat einstimmig den Beitritt zum Städtenetzwerk „Città del BIO" und war damit Vorreiter in Deutschland. Aktuell hat „Città del BIO" in Europa nahezu 200 Mitglieder. Die Ziele der „Bio-Städte" sind insbesondere die Förderung des Bio-Landbaus und der regionalen Produktion sowie die Förderung einer nachhaltigen Verbrauchs- und Esskultur unter Verzicht auf Gentechnik in Lebensmitteln. In Ergänzung dazu ist Nürnberg seit 2010 Fairtrade Stadt.
Auch die Weltleitmesse für Bioprodukte – die BIOFACH – ist hier zu Hause. Seit 25 Jahren ist diese Fachveranstaltung der Ort, an dem Menschen ihre Leidenschaft für Bio-Lebensmittel teilen, seit 2014 gibt es eine eigene Kategorie für vegane Lebensmittel.
Bio ist überall
In der Metropolregion Nürnberg finden sich bedeutende Vorreiter und Marktführer der Bio-Branche. Es gibt über 800 Unternehmen, die zu dieser Zukunftsbranche gehören. Die BioMetropole Nürnberg hat sich einige ehrgeizige Ziele gesetzt, den Bioanteil in öffentlichen Einrichtungen flächendeckend zu erhöhen.
Bio hat den Siegeszug auch in der örtlichen Gastronomie fortgesetzt. Kulinarisch das Maß aller Dinge: Andrée Köthe, Chef des Restaurants „Essigbrätlein“, hat 2014 mit seinem Partner Yves Ollech die zwei von drei möglichen Michelin-Sterne bestätigt, und 2012 wählte der „Gault Millau“ den Gemüse- und Aromenspezialisten Köthe zum Koch des Jahres. "Aumer's la Vie", verfügt über einen Stern, Andreas Aumer hat sein Handwerk unter anderem bei Eckart Witzigmann gelernt. Und sogar die Waldschänke im Nürnberger Tiergarten ist seit 2011 biozertifiziert. Schon die Namen mancher Biobetriebe machen neugierig: „Hunger und Durst“, „Herr Lenz“, „Lorenz“ oder „Cafe Sagenhaft“. Das Gourmetjournal „Der Feinschmecker“ zählt die „Confiserie Neef“ zu den besten Cafés in Nürnberg, und nebenan im Spielzeugmuseum bietet das Cafe „La Kritz“ Selbstgebackenes.
Zu Füßen der Kaiserburg arbeitet die 1984 gegründete Hausbrauerei Altstadthof von Anfang an ausschließlich mit Rohstoffen aus regionalem ökologischem Landbau. Und zaubert aus Bier auch überraschende Produkte: Brände, Senf, Essig und Seife. Seit einigen Jahren destilliert Braumeister Reinhard Engel mit großem Erfolg auch ausgezeichnete Single Malt Whiskys (Erster deutscher Organic Single Malt Whisky).
Bratwürstel und Lebkuchen
Die hervorragende Nürnberger-Kulinarik hat natürlich weit mehr zu bieten, als die weltweit bekannten Nürnberger Rostbratwürstel und den Lebkuchen. Trotzdem sollte man diesen beiden Highlights ein wenig Aufmerksamkeit schenken: Entstanden durch den Import des Majorans sind die Rostbratwürste im wahrsten Sinn des Wortes längst in aller Munde. Die Originalen dürfen maximal 9 Zentimeter lang sein und müssen auch entsprechend gekennzeichnet sein. Auch der Geschmack des Lebkuchens geht auf eine spezielle Gewürzmischung zurück, die aus rein orientalischen Gewürzen besteht, gesüßt wird ausschließlich mit Honig. Drei Millionen Lebkuchen werden ab Anfang Oktober für die Weihnachtszeit produziert und auch beim Christkindlesmarkt nimmt der Bio-Anteil jährlich einen immer größeren Stellenwert ein. Die Initiative „original regional“ ist seit 2012 auf dem Weihnachtsmarkt aus dem 15. Jahrhundert vertreten.
Umwelt und Natur
Passend zum Biogedanken ist auch die Umwelt ein großes Thema in Nürnberg. So arbeiten bei der Lokalen Agenda 21 Hunderte ehrenamtlich in über 50 Projektgruppen. Sechs runde Tische befassen sich mit den Themen Ökologische Stadtplanung, Umwelt und Wirtschaft, Energie und Klima, Umweltbildung und Öffentlichkeitsarbeit, Soziale Nachhaltigkeit, Kinder und Jugendliche. Das CO2-Minderungsprogramm versucht, das hohe Energieeinsparpotenzial bei der Altbausanierung zu nutzen und mit Photovoltaik-Anlagen auf Dächern städtischer Gebäude zur Verbreitung dieser umweltschonenden Energiegewinnung beizutragen.
Kontakt
Congress- und Tourismus-Zentrale Nürnberg
Frauentorgraben 3
Nürnberg
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