Tübingen – eine Kostprobe

Warum Tübingen? Liebhaber der Stadt behaupten, sie hätte eine der schönsten mittelalterlichen Altstädte Deutschlands und die große Universität trage mit ihren fast 29.000 Studierenden aus allen Ländern der Welt zu einer kosmopolitischen Atmosphäre bei. Diese machen immerhin gut ein Drittel der Einwohner aus. Das mag eine gute Erklärung sein, aber um Tübingen zu verstehen, muss man in die Geschichte der Stadt eintauchen und die Gegenwart spüren. In dieser Stadt bestimmen Denken und Forschen seit 540 Jahren das Alltagsleben, hier wurden weltverändernde Entdeckungen gemacht und zukunftsweisende Wissenschaften wurden neu begründet. Ob im Labor oder in der Schreibstube, in der Medizin, Philosophie, Geschichte oder Chemie: Seit über einem halben Jahrtausend prägen kluge Köpfe, geniale Erfindungen und bisher neun Nobelpreisträger den Ruf Tübingens in der Welt. Diese erfolgreiche Vergangenheit wird heute in den Universitäten nahtlos fortgesetzt.

Ab in den Kahn
Und was wäre Tübingen ohne seine Stocherkähne? Sie gehören an der Anlegestelle vor dem Hölderlinturm und auf dem Neckar zum Stadtbild und sind bis heute allgemeines Kulturgut. Sowohl Gäste, als auch die Tübinger selbst, genießen dieses Freizeitvergnügen.
Danach ein Rundgang durch die Altstadt, eine Shoppingeinheit in einem der individuellen Geschäfte und dann meldet sich schon der Hunger. Und hier hat Tübingen für Feinschmecker wirklich einiges zu bieten.

 Tipps für Genießer
Da wäre einmal die sogenannte Junge Szene, die mit dem Gasthaus Bären repräsentiert wird. Mit seinem urbanen Gastrokonzept und seinen schwäbischen Tapas ist der Bären erste Wahl unter jungen Leuten, wenn es darum geht, eine Kleinigkeit zu essen. Der Kartoffelsalat schmeckt wie von Oma gemacht, beim Anblick der kleinen Maultaschen läuft einem das Wasser im Mund zusammen und auch die anderen Köstlichkeiten wie echt schwäbische Griebenschmalzbrote sind nicht zu verachten.
Im Schwarzen Schaf wird nicht nur am Wochenende die Nacht zum Tag, im beliebtesten Nachtclub von Tübingen ist jeden Tag Action. Wer es lieber gemütlich mag, kann sich tagsüber im Schaf-Tagescafé  zu einem Plauderstündchen mit Freunden treffen oder von einer Stadtbesichtigung ausruhen.
Lässige Cocktails bekommt man im Bartista, das direkt am Holzmarkt gelegen ist. Mitten in der Altstadt finden Liebhaber der stilvollen Ausgehkultur hier eine klassische Bar, die mit ihren dunklen Ledersesseln und prächtigen Wandspiegeln großstädtisches Ambiente ausstrahlt. www.bartista.de
Gasthaus, Kneipe, Cafe: Das Collegium vereint alle drei auf beste Weise und bietet vom Frühstück, einem täglich wechselnden Menü zur Mittagspause bis hin zu schwäbisch-internationale Speisen à la carte die ganze Palette. Überdies bietet das Collegium hausgemachte Brote, Aufstriche und leckere Salatvariationen genauso wie heiße Pfännchen und Pfannkuchen zum selbst Belegen. Einzigartig in Tübingen sind die selbstgemachten, erfrischenden Limonaden für große und kleine Gäste! http://m.collegium-tuebingen.de

Regional und typisch schwäbisch geht’s im Mauganeschtle (im Hotel am Schloss) zu. Dohoggeddiadiaemmerdohogged steht an der Bank vor dem Eingang zum Spezialitätenrestaurant „Mauganeschtle”. So schwäbisch wie dieser Spruch ist auch die Speisekarte. Gemütliches Ambiente und eine herrliche Aussicht von der Garten-Terrasse über die Altstadt versprechen Genuss. Die Maultaschen-Variationen sind legendär im Mauganeschtle. Neu ist eine Menufairy Online-Speisekarte mit Allergenen und Ernährungsformen für die sichere und perfekte Auswahl! http://www.hotelamschloss.de
„Naigugga, nahogga!” wiederum ist die liebevoll gemeinte Aufforderung der urschwäbischen Wurstküche in der Altstadt. Das Haus blickt auf eine 200-jährige Gastronomie-Geschichte zurück und ist bis heute ein gemütlicher Treffpunkt für Tübinger und Gäste. Hier kann man gleichzeitig schwäbisch essen und schwäbisch lernen: Zur Vorspeise „a Flädlesubb”, danach einen „Roschdbroda” oder „Hergottsbscheißerla” und zum Dessert einen „Epfelschdrudel“ und man einen Querschnitt der schwäbischen Küche verkostet. http://www.wurstkueche.com
Weinbau wird hier seit dem 12. Jahrhundert betrieben, man darf also davon ausgehen, dass die Weine eine entsprechend hohe Qualität haben.

Kulinarischer Stadtspaziergang
Für besonders interessierte Genießer bietet sich bei einem geführten Stadtrundgang die Möglichkeit, Tübingen „häppchenweise“ zu erschmecken. Die Kombination von Stadtführung und gutem Essen in verschiedenen Restaurants beginnt mit einem Aperitif und einer Vorspeise. Daran schließt sich die erste Etappe des Stadtspaziergangs an. Gestärkt durch den Hauptgang erfährt man danach noch mehr von Tübingen und beendet die Führung dann bei einem köstlichen Dessert. Preis· 190,– für die Führung zzgl. 52,50 pro Person für die Verpflegung, Dauer: 3,75 Std.

Tübingen ist das ideale Basecamp für Ausflüge ins Umland, und da sei als erstes die Schwäbische Alb genannt. Entschleunigung und Erholung sind dort keine Schlagworte, sondern werden wirklich gelebt. Von Wien aus ist man mit dem Zug in rund sechs Stunden in Stuttgart und von dort ist es nochmals eine Stunde bis nach Tübingen. Wenn es schneller gehen soll, dann nimmt man den Flieger nach Stuttgart. Eine Reise zum Genuss ist Tübingen allemal wert.

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