Auf Kur mit Ludwig van!

  • Karlsbad ist ein mondäner Kurort

  • Das Granhotel Pupp

  • Gut essen im Grandhotel Pupp

  • Luxuriös Wohnen im Hotel Pupp

  • Das Hotel Pupp besticht mit viel Elegance

  • Der Kurort Teplice

  • Beethovens Zimmer im Kurhaus in Teplice

  • Ddas Kurhaus Beethoven in Teplice

  • Mit seinen Noten lebt der große Meister im Cafe Beethoven weiter

  • Hier wohnte Beethoven in Teplice

  • Fans können im Beethoven-Zimmer wohnen

  • Die Handwerker in der Glasmanufaktur Moser sind wahre Künstler

  • Präzises Handwerk in der Glasmanufaktur Moser

  • Die berühmten Karlsbader Kolonnaden

  • Beethovens Statue steht am Stadtrand von Karlsbad

  • Vor dem Grandhotel Pupp ist auch der große Meister verewigt...

  • ... wie viele andere auch

Ludwig wer? Beethoven natürlich. Und die führt uns nach Tschechien, genauer gesagt nach Teplice und in den berühmten Kurort Karlsbad. Denn Zeit seines Lebens mit angeschlagener Gesundheit konfrontiert, suchte der geniale Künstler, der heuer seinen 250. Geburtstag feiert, bei zahlreichen Kuren Linderung. Diese Heilaufenthalte führten ihn eben auch nach Tschechien und dort erinnert man sich an den großen Meister nicht nur mit Wohlwollen, war er doch für sein aufbrausendes Temperament bekannt.
Der Grund für seine tschechischen Kuraufenthalte lag allerdings nicht nur im gesundheitlichen Bereich, sondern er hoffte auch, seine große Liebe, eine verheiratete Gräfin, dort ungestört treffen zu können. Was allerdings nicht zustande kam – aber das ist eine andere Geschichte. Tatsache ist, dass Beethovens Spuren sowohl in Teplice, als auch in Karlsbad unübersehbar sind und sich auf diese zu begeben, dem Genie näher zu kommen, aber auch, die Schönheiten der beiden Städte zu erkunden.

Das älteste Kurbad Tschechiens
Dieses liegt in Teplice und Beethoven weilte dort in den Jahren 1811 und 1812, wo er auch mit Goethe zusammentraf. Allerdings sollte es bei dieser einen Begegnung bleiben, denn Beethovens nicht adäquates Verhalten beim Zusammentreffen mit Kaiserin Ludowika (er machte ihr nicht Platz, wie sich das geziemt hätte), erzeugte bei Goethe ein derartiges Unbehagen, dass er künftig den Kontakt mied.
Trotz dieser Vorkommnisse muss Beethoven ein gern gesehener Gast gewesen sein, denn das Kurhaus wurde nach ihm benannt und sein damaliges Zimmer, mit vielen Erinnerungsstücken samt Piano, kann heute noch gebucht werden. Das älteste Kurhaus Mitteleuropas besteht aus 12 Gebäuden (mit über 400 Betten), die allesamt miteinander verbunden sind und besticht mit enorm großen Zimmern und hohen Räumen. Neu und auf höchstem medizinischem Standard ist das Thermalium mit Thermalbädern und dem Kurbereich. Medizinisch bestens ausgebildete Mitarbeiter garantieren fachgerechte Behandlungen und der Pool mit dem 36° C warmen Urquell-Thermenwasser ist Labsal für Körper und Geist. Einfach im warmen Wasser abhängen ist schon eine Entspannungseinheit für sich und geht auch ohne Kur wunderbar. Die Sportlichen begeben sich in den etwas kühleren Sportpool, um dort ihre Längen zu ziehen. Dazu Sauna, Salzgrotte und Kneippbecken. Das Teplicer Heilwasser wird bei Beschwerden des Bewegungsapparates und auch in der Neurologie eingesetzt, im Kurhaus können Gäste bei Vollpension aus fünf Menüs wählen und immer mit dabei ist ein Gemüsebuffet.

Beethovens Cafe
Kurort, Kurpark und Kurkonditorei. Diese Einheit ist so gut wie untrennbar verbunden, denn was wäre ein Kurort ohne Kurkonditorei? Nur die halbe Miete und so ist dem Kurhaus das – Sie ahnen es schon – Cafe Beethoven angeschlossen. Inklusive gleichnamiger Torte. Die Wände dieser Räumlichkeiten, in welchen Ludwig van Beethoven 1811 weilte, zieren Beethovens Originalwerke, die der Komponist in Teplice schrieb. Die Lichter sind in Musikwolken gruppiert und in diesem Cafe meint man wirklich, Beethoven würde gleich um die Ecke biegen.
Auch der Kurpark ist Beethoven affin, seine Statue findet sich in diesem Areal und auf der heutigen Vogeltreppe, die ihren Namen dem Brunnen mit dem Vogelmotiv verdankt, fand die besagte Begegnung Beethovens mit der Kaiserin statt. Was nicht wundert, denn früher war dies der Zugang zum Schloss. In Teplice entstand übrigens auch die nordböhmische Philharmonie, denn weil den stundenlang im Wasser sitzenden Badegästen langweilig war, unterhielt man sie mit Musik. https://www.lazneteplice.cz/de/kurhauser/kurhaus-beethoven

Gastein des Ostens
Wer in Karlsbad einfährt, hat sofort das heimische Gastein vor Augen. Dasselbe schluchtartige Tal, dieselben Gründerzeithäuser und dieselben alten Kurhotels. Nur der Wasserfall fehlt und die alten Gebäude sind in Karlsbad deutlich besser restauriert. Wer ganz luxuriös absteigen möchte, wählt das Grandhotel Pupp, das tatsächlich mondäne Zeiten von früher auferstehen lässt. Seit 1701 besteht das Haus, die Anfänge der Pupp-Dynastie reichen bis ins Jahr 1767 zurück. Damals stellte der örtliche Konditor Mitterbacher einen jungen Konditor ein und dieser Jan Jiří Pop ließ sich in Karlsbad dauerhaft nieder und heiratete Mitterbachs Tochter. Nach und nach kauften sie das damals aus mehreren Teilen bestehende Haus auf und heute findet man ein Hotel vor, das modernen Luxus mit traditionsreicher Geschichte aufs Beste verbindet. Herausragend ist die Küche, die so Grandioses wie zum Beispiel eine marinierte Regenbogenforelle in Buttermilch mit Dill und Kreuzkümmelchips serviert. Oder ein konserviertes Entenbein mit Fenchel und den berühmten Karlsbader Knödel, ohne die hier gar nichts geht. Das endlose Frühstücksbuffet ist im Cafe des Hotels aufgebaut, in dem man dann gleich zum Frühstück in tiefen Sesseln versinken kann. Im Hotelkomplex befindet sich auch ein Spabereich mit Pool und Fitnessgeräten.

Maria Theresia und James Bond
Was haben die österreichische Kaiserin und der legendäre Geheimagent gemeinsam? Beide waren schon im im Grand Hotel Pupp - die Kaiserin zu Besuch und der Filmheld für Dreharbeiten zu „Casino Royale“. Das jährlich stattfindende Filmfestival sorgt auch heute noch für großes Staraufgebot von Robert Redford bis Sharon Stone und viele von ihnen haben sich vor dem Hotel mit im Gehsteig eingelassenen Messingplatten verewigt. Selbstverständlich findet sich dort unter anderem auch… Beethoven natürlich.
Auch er war hier zur Kur, wohnte im Grandhotel Pupp und gab hier unter anderem 1812 auch sein legendäres Konzert anlässlich des großen Brandes in Baden bei Wien. Benefiz-Konzert würde man es heute nennen, das aber zu Beethovens Enttäuschung nicht annähernd den gewünschten Erlös brachte.
Konzerte gibt es auch heute noch genügend in Karlsbad, dazu jede Menge Sehenswürdigkeiten, wie zum Beispiel den „Sprudel“, die 1. Karlsbader Mineralquelle. Oder die Marktkolonnade aus Holz im Schweizer Stil. Auf jeden Fall sollte man den Aussichtsturm Diana erklimmen, per Pedes oder mit der Standseilbahn, die direkt vom Grandhotel Pupp weggeht, denn der Blick von dort oben über Karlsbad ist genial. Ebenso ist die Kirche St. Maria-Magdalena im Stil des Hochbarocks sehenswert und direkt am Sprudel gelegen, ist sie nicht zu übersehen.
Wer nach Karlsbad kommt, sucht aber trotzdem in erster Linie Gesundheit und ist damit hier bestens aufgehoben. Allein 14 Trinkbrunnen gibt es in der Stadt und ohne das Schnabelhäferl, dem Wahrzeichen von Karlsbad, kommt man hier kaum aus. Ein Schluck des Heilwassers hilft dem Magen und dem Verdauungssystem und im Vorbeigehen genossen, ist es ein Leichtes, der Gesundheit Gutes zu tun. Allerdings bitte immer nach Absprache mit dem Arzt. Auch der Stütz- und Bewegungsapparat erfährt Linderung bei der Karlsbader Kur und hier vor allem degenerative und funktionelle Störungen der Wirbelsäule.
Ein letzter Ausflug noch auf Beethovens Spuren zu seinem Denkmal, das etwas außerhalb des Karlsbader Zentrums liegt, und man hat zwar noch längst nicht alles von Karlsbad gesehen. Aber doch einen guten Eindruck des mondänen Kurortes gewonnen, der zum Bleiben einlädt.

Bequeme Anreise
Beethoven brauchte übrigens zwei Tage, um mit der Postkutsche von Wien nach Karlsbad zu reisen, heute geht das bedeutend schneller. Am besten mit der Bahn, die es von Wien direkt nach Prag in knapp vier Stunden schafft und dann nochmals mit der Bahn weiter in knapp zwei Stunden. Eine vielleicht etwas längere Reise von Wien aus, aber die Angebote und vor allem das geschichtsträchtige Karlsbad mit seinen Gründerzeitbauten sind es wert. Ein Gastein des Ostens mit allem, was das Kurherz begehrt. https://www.karlovyvary.cz/de

Tipp: Ein Besuch der Karlsbader Glashütte Moser ist nicht nur für Liebhaber schöner Glaskünste ein Erlebnis. Ein Rundgang durch die Manufaktur zeigt die vielfältigen Arbeitsschritte genauso, wie die Notwendigkeit einer absolut präzisen Arbeit, um die bekannte Qualität zu erreichen. Auch bei der Entstehung der handgefertigten Stücke kann man den Mitarbeitern, die man eigentlich als Künstler sehen muss, über die Schulter schauen und ein Mitbringsel für zu Hause bietet sich auf jeden Fall an.

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