Meissener Porzellan im Schloss Weyer

Meisterwerke europäischer Porzellankunst: Gmunden birgt weltweit eine der bedeutendsten Sammlungen von Meissener Porzellan außerhalb Meißens. Anlässlich des von der EU für 2018 verkündeten Jahres des EUROPÄISCHEN KULTURERBES öffnet Schloss Weyer in diesem Sommer mit einer außergewöhnlichen Sonderausstellung seine privaten Tore.
In den geschichtsträchtigen Mauern von Schloss Weyer in Gmunden (bereits im Jahr 1446, also noch vor der Entdeckung Amerikas, urkundlich erwähnt), erzählen einzigartige Porzellanpretiosen für mehr als 20 Königshäuser historische Geschichten und gewähren faszinierende Blicke auf eine prachtvolle Tafelkultur.

Neben der ästhetisch anspruchsvollen Vorstellung von traumschönen Kostbarkeiten aus Meißen wird die Entstehungsgeschichte bzw. die Biographie einer Vielzahl von Tafelaufsätzen, Vasen, Porzellanplastiken und Figuren mit Hilfe gut erfassbarer Beschreibung und persönlich vorgetragener Informationen im Rahmen einer Führung spannend vermittelt. Drei Jahrhunderte Kunst-, Kultur- und Zeitgeschichte werden so bildhaft, verständlich und lebendig.

Einzigartige Sonderausstellung mit mehr als 500 Meisterwerken, wie sie in dieser Zusammenstellung noch niemals zu sehen waren. Besonders glücklichen Umständen ist es zu verdanken, dass vom 26. Juni bis 1. September 2018 auf Schloss Weyer in der Keramikstadt Gmunden, (deren berühmtes Glockenspiel am Rathaus nicht aus Keramik sondern aus Meissener Porzellan ist), eine der schönsten und umfassendsten Meissen-Sammlungen bestaunt werden kann.
Neben authentisch gedeckten Tischen für Kaiserin Elisabeth, Zarin Katharina der Großen und August dem Starken werden mehr als 500 Meisterwerke von den bedeutendsten Künstlern und Bildhauern, welche seit 1710 bis in die Gegenwart für Meißen tätig waren, im Jahr des Europäischen Kulturerbes vorgestellt.

Eine einmalige Präsentation, die schon vor dem offiziellen Ausstellungsbeginn einer Gruppe von internationalen Passagieren einer Luxus-Fluss-Kreuzfahrt und Besuchern des Konzerts der Wiener Philharmoniker im Stift Sankt Florian eine Extrafahrt nach Schloss Weyer wert war.

Von historischer Wiener Betriebsspionage und höfischem Luxus
Bis 1718 war die von König August dem Starken gegründete Manufaktur in Meißen europaweit die einzige, die Weißes Gold, sprich Hartporzellan, herzustellen vermochte. Exakt vor 300 Jahren ließ es sich nicht mehr verhindern, dass das streng gehütete Geheimnis zur Porzellanherstellung auf abenteuerliche Weise verraten wurde und in Wien, protegiert von Kaiser Karl VI., eine zweite Porzellanmanufaktur entstand (heute würde man es Industriespionage und unlautere Abwerbung nennen).

Porzellan wurde zum Inbegriff von höfischem Luxus mit höchstem Repräsentationswert. Besonders in der hohen Politik als diplomatische Geschenke – zur Bündnis- und Freundschaftspflege – waren die Porzellankreationen aus Meißen höchst begehrt. Die Vorbildwirkung auf nachfolgende Porzellan-Manufakturen in ganz Europa überdauerte noch mehr als ein halbes Jahrhundert, der Mythos Meissen aber besteht bis heute. Deshalb findet sich dieses europäische Kulturerbe in allen großen Museen von Paris, Amsterdam, London, St. Petersburg, Dresden, München bis Wien.

Die regulären Öffnungszeiten ab 26. Juni:
Dienstag bis Freitag 10-12 Uhr und 14-17:30 Uhr,
Samstag 10-13 Uhr.
Sonntag, Montag und Feiertage ist die Ausstellung geschlossen.

Kontakt

Galerie Schloss Weyer
Karl-Josef-von-Frey-Gasse 27
A-4810 Gmunden

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