Friaul-JuliFriaul-Julisch Venetien

Die Region ist den meisten ein Begriff: Im Sommer verbringt man dort seinen Urlaub, die Winterangebote sind nicht ganz so bekannt. Nun werden alle Saisonen in der Region barrierefrei gemacht und ermöglichen so auch Menschen mit Beeinträchtigungen Zugang zu Aktivitäten. So entwickeln die Berggebiete einen barrierefreien und inklusiven Tourismus mit dem Projekt „I AM FVG“. Die Bergregionen Friaul-Julisch Venetiens zunehmend zugänglich, einladend und für alle erlebbar zu machen: Das ist das Ziel von „I AM FVG – Inklusion und Barrierefreiheit für eine Bergwelt, die leicht zu erleben und zu genießen ist“, einem neuen Projekt, das 84 Gemeinden der Region einbindet und zahlreiche Maßnahmen zur Verbesserung der Zugänglichkeit touristischer Angebote in den Berggebieten vorsieht – sowohl im Sommer als auch im Winter. 
 
Durch technische Bestandsaufnahmen von Infrastrukturen, Wegen und touristischen Dienstleistungen möchte I AM FVG ein präzises Bild des tatsächlichen Stands der Barrierefreiheit gewinnen sowie Schwachstellen und Potenziale gezielt identifizieren. Die erhobenen Daten fließen in das Portal „FVG per tutti“ https://friuliveneziagiuliapertutti.it/it/ ein – ein zentrales Instrument, das es jeder Person ermöglicht, selbstständig passende Erlebnisse, Dienstleistungen, Unterkünfte und Restaurants auszuwählen, die den eigenen Bedürfnissen am besten entsprechen. 
 
Umfassende Unterstützung
Neben der Datenerfassung sieht das Projekt auch vor, Hilfsmittel und Ausstattungen zur Förderung der Barrierefreiheit sowie spezielle Fortbildungsprogramme für touristische, kulturelle und sportliche Akteurinnen und Akteure zur Verfügung zu stellen. Ziel ist es, das Bergerlebnis immer sicherer, selbstbestimmter und barrierefreier zu gestalten. Ein besonderer Fokus liegt zudem auf der Kommunikation: Durch die Produktion multimedialer Inhalte und gezielte Promotionsaktivitäten soll das inklusive touristische Angebot sichtbar gemacht und hervorgehoben werden, bei dem der Mensch wirklich im Mittelpunkt steht. 
 
Im Rahmen von I AM FVG ist zudem ein Spezialisierungskurs für Skilehrer Friaul-Julisch Venetiens zum Thema „Unterricht und Begleitung von Menschen mit Beeinträchtigungen“ gestartet. Der Kurs, organisiert von AMSI FVG (Italienischer Verband der Skilehrer) und dem Collegio Maestri di Sci FVG (Skilehrer-Kollegium FJV) in Zusammenarbeit mit PromoTurismoFVG, läuft bis März und richtet sich an 33 teilnehmende Skilehrerinnen und Skilehrer. Auf dem Programm stehen theoretische und praktische Einheiten zu motorischen und sensorischen Beeinträchtigungen sowie zu Neurodiversität, mit dem Ziel, Kompetenzen und Professionalität für einen immer inklusiveren Skisport zu stärken. 
 
Alle Infos zusammengefasst
Darüber hinaus wurden bestehende Informationsbroschüren zum barrierefreien Tourismus aktualisiert und neue Publikationen erstellt. Die Broschüre „FVG – eine Region für alle: Barrierefreier Tourismus in Friaul-Julisch Venetien“ bündelt das gesamte barrierefreie touristische Angebot der Region. „Ein Meer voller Barrierefreiheit“ widmet sich den touristischen Ressourcen der Küste, die im Rahmen des Projekts „A Mare il Mare“ (Das Meer lieben) entwickelt wurden. Die Broschüre „FVG – die schönsten Orte und Dörfer zum Besuchen“ stellt die Region in einer leicht lesbaren und verständlichen Sprache vor. 
 
Mit I AM FVG setzt PromoTurismoFVG die Arbeit fort, die bereits 2015 in Zusammenarbeit mit der Regionalen Beratungskommission für Menschen mit Behinderungen und deren Familien begonnen wurde und Barrierefreiheit zu einem festen Bestandteil des regionalen touristischen Angebots gemacht hat. Zu den bisherigen Maßnahmen zählen die Überprüfung der Barrierefreiheit der von PromoTurismoFVG angebotenen geführten Touren sowie der entlang dieser Routen gelegenen Einrichtungen, die Einführung eines kostenlosen LIS-Gebärdensprachvermittlungsdienstes sowie die Erfassung barrierefreier Routen und Services in Naturschutzgebieten, Parks, historischen Dörfern und sozialen Landwirtschaftsbetrieben. Parallel dazu wurden thematische Projekte wie die „Wein- und Geschmacksstraße Friaul-Julisch Venetiens“ weiterentwickelt – etwa durch die Identifizierung der dazu teilnehmenden barrierefreien Weingüter, Restaurants und Betriebe – sowie durch urbane Erfassungsprojekte gemeinsam mit verschiedenen lokalen Verwaltungen. 
 

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