Der Osterhase hoppelt schon eifrig über die Wiesen, die Eier werden...
Abseits vom Massentourismus erstreckt sich das idyllische Raurisertal mit den Hauptorten Rauris und Taxenbach über mehr als 30 Kilometer und wird von fünf malerischen Seitentälern geprägt.
Jedes für sich versprüht sein eigenes Flair und kann mit Besonderheiten aufwarten, wie etwa das Hüttwinkltal mit seiner Goldgräber-Vergangenheit, das Krumltal mit seinen seltenen Bartgeiern oder das Seidlwinkltal, das früher Pilger und Säumer belebt haben. Wegen seiner jahrtausendealten Goldgräbertradition ist das Raurisertal heute gemeinhin als „Das goldene Tal der Alpen“ bekannt. Mit etwa 3.000 Einwohnern haben Taxenbach und Rauris zwar nur eine durchschnittliche Gemeindegröße, bezogen auf die räumliche Ausdehnung über mehr als 250 km2 ist die Salzburger Gemeinde Rauris allerdings ein echter „big player“! Das ehemalige Goldschürferzentrum ist heute flächenmäßig Österreichs drittgrößte Gemeinde und damit auch die größte im Nationalpark Hohe Tauern und im Bundesland Salzburg.
Im Herzen des Nationalparks
Das Raurisertal liegt mitten im Nationalpark Hohe Tauern, in Österreichs größter Naturschutzzone. Mit mehr als 1.800 km2 erstreckt sich der Nationalpark über weite Teile des Alpenhauptkamms und dehnt sich über etwa 100 Kilometer von Osten nach Westen aus und über mehr als 40 Kilometer von Norden nach Süden. Gletscherfelder, eiszeitlich geformte Täler, mächtige Schwemm- und Murenkegel, alpine Gras- und Strauchheiden und märchenhafte Wälder mit Lärchen, Fichten und Zirben machen den Nationalpark Hohe Tauern zum alpinen Naturparadies. Dort finden sich kulturhistorische Besonderheiten wie Goldbergbau und Saumhandel, die Mineralienschätze des Tauernfensters, „Naturwunder“ wie die ansehnliche Bartgeierpopulation, die in der Region ideale Lebensbedingungen vorfindet, wie die Kitzlochklamm in Taxenbach oder wie der Rauriser Urwald, ein naturbelassener Sturzwald in Kolm Saigurn, der mit seinen etwa 80 dunklen Moortümpeln, mächtigen Spitzfichten, Moosen und romantischen Lichtungen als Naturjuwel gilt.
Lukullischer Genuss im Feinschmeckerladen Raurisertal
Ob uriges Wirtshaus oder Haubenrestaurant, rund 40 Gastronomiebetriebe sorgen im Raurisertal fürs leibliche Wohl – selbst in „luftigen Höhen“, denn dafür halten zudem 40 Almhütten und Jausenstationen den ganzen Sommer über ihren Betrieb aufrecht. Dort können hungrige Wanderer dann auch allerlei Biogrundnahrungsmittel von Salzburger Bergbauern kosten, die nach uralten Rezepten zu echten „Pinzgauer Schmankerln“ verarbeitet werden. Jeweils donnerstags von 26. Juni bis 11. September 2014 können sich Gäste an diesen Köstlichkeiten übrigens auch beim „Rauriser Schmankerlmarkt“ auf dem Marktplatz in Rauris delektieren. Dazu ist inzwischen auch ein Kochbuch („Rauriser Schmankerlkochbuch“) aufgelegt worden, das Lust auf so typische Rezepte wie Kaspressknödeln, Holzhackermuas oder Hollersirup machen soll. Auf der Kalchkendlalm in Bucheben lädt die ehemalige Lehrerin und „Eigenbrötlerin“, Roswitha Huber, wöchentlich zum geselligen Stelldichein. Nach Hubers Motto („Ich mache mir ein Butterbrot“) erfahren kleine und große Gäste Wissenswertes über das bäuerliche Leben im Gebirge und über die Arbeit auf der Alm. Dazu gehört auch das Brotbacken, woran sich die „Jungbauern“ dann auch gleich versuchen dürfen: Teig kneten, formen, ab in den Holzofen … und fertig ist das Brot, auf das Kenner natürlich noch eine Schicht Bauernbutter schmieren. Wer sich an vielen Köstlichkeiten aus der Region auch zuhause versuchen will, findet in einem weiteren empfehlenswerten Kochbuch („Taxenbacher Köstlichkeiten“) die passenden Hinweise. Einheimische und Gastwirte „servieren“ darin so manches Geheimnis eines sonst wohl gehüteten Rezeptepotpourris!
Traditionelles aus dem Pinzgauer Bauernland
Mitten im Pinzgauer Bauernland gelegen zeigt sich auch Taxenbach von seiner ursprünglich-brauchtümlichen Seite. In der Region legt man übrigens viel Wert darauf, die alten bäuerlichen Traditionen zu bewahren und man pflegt seinen Ruf als ursprünglich gebliebene Region mit großem Erfolg. Denn am Rande von Mitteleuropas größtem Naturpark betreiben noch viele einheimische Bauern kleine Höfe, wo sie ihr Vieh halten und den Boden bewirtschaften wie früher. Alte Handwerkskünste wie etwa das Holzschnitzen, die Bauernmalerei, das Schmieden, das Schafescheren und das Wollspinnen zählen heute ganz selbstverständlich zum Alltag so mancher Pinzgauer Bauern. Will man etwas weiter in die Vergangenheit zurückblicken, so gewährt man in Otto Schwabs Privatmuseum in der Taxenbacher Marktstraße tiefe Einblicke in das Leben der Pinzgauer Bauern von anno dazumal.
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Raurisertal
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