Mallorca treibt es bunt

Und zwar in der Gastroszene. Denn so unterschiedlich die vielen Gesichter der Insel sind, so vielseitig ist auch das kulinarische Angebot. Über 3.000 Restaurants vom urigen Mallorquiner bis zum Sternerestaurant mit ausgefallenen modernen und kreativen Menüs kochen auf. Junge kreative Mallorquiner erfinden die mallorquinische Küche neu. Graben alte Rezepte der Oma aus und geben ihnen, oft auch von Auslandsaufenthalten inspiriert, eine neue kulinarische Note oder bleiben stringent ihren Wurzeln treu – aber in zeitgemäßer Variante.  

Japanisch-italienisch mit stylischem Ambiente
Die abwechslungsreiche exzellente Küche reicht von japanisch orientierter Rohküche bis hin zu italienischen und spanischen Spezialitäten. Hinzu kommen tolles Ambiente mit beeindruckendem Interieur, inklusive verglaster und beheizbarer Außenterrasse, eine perfekte Lage sowie professioneller Service. Die Preise sind leicht gehoben, aber nicht abgehoben. Mittags gibt es ein empfehlenswertes dreigängiges Lunchmenü für 20 Euro (inklusive Wasser und einem Glas Wein). www.mardenudos.com

Lammbraten im mittelalterlichen Berggasthof
Zum "Es Verger" pilgern Einheimische wie Touristen - die einen zu Fuß den Berg rauf von Alarò, die andern mit dem Auto. Ein Geheimtipp ist es nicht mehr, aber die Atmosphäre am großen Ofen oder im ehemaligen Viehstall und die Qualität vom Lamm und Spanferkel gleichen einiges aus.
 

Neue Gastroperle in Palma: Fera 
Mittendrin, ums Eck beim oberen Ende vom Paseo del Borne und doch unglaublich ruhig und sogar mit einem idyllischen Garten mit Obstbäumen und Brunnen. Die Optik begeistert. Die Betreiber, das Ehepaar Levy, haben jede Menge interessante Kunst integriert, dazu auffallende Lampen, Möbel und Stoffe. Man sitzt gemütlich und kann sich – umsorgt von einer flotten Servicecrew – ganz auf das Essen konzentrieren. Und das lohnt sich. Chefkoch Petutschnig mischt mediterrane Produkte mit asiatischen, wie man beispielweise am Wagyu-Tartar in knuspriger Nori-Algenhülle mit Trüffeln oder an den geräucherten Enten-Dumplings mit Birne, Ingwer und Foie erkennt. www.ferapalma.com      
 

Witziges Ambiente beim Argentinier im Sa Llum
Üppige Portionen bestes Fleisch, zum Beispiel saftiges, zartes Entraña (Zwerchfell vom Rind), Picaña (Schwanzstück vom Rind), Entrecôte, Chuleton oder auch ein Angus-Biofleisch-Burger. Dazu Gemüse vom Grill und dünne lange Pommes frites – dafür kommt ein Spiralschneider zum Einsatz –, die wie Nester auf den Tellern angerichtet werden? Meersalz und eine gute Chimichurri-Sauce gehören natürlich dazu. Wer zu all dem Ja sagt und auch nicht allzu viel bezahlen möchte, sollte dieses kleine, kuschlige Lokal in Palmas Calatrava-Viertel aufsuchen. „Sa Llum“ heißt es und wurde Ende November 2015 von einem argentinischen Paar eröffnet: Cristian Garofalo und Yamila Storr aus Mar del Plata, die vor rund 15 Jahren nach Mallorca gekommen sind. www.sallum.es

Fleisch vom Feinsten im Lume & Co 
Der Schwerpunkt im liegt auf 1a-Fleisch von den besten nationalen und internationalen Produzenten, bestenfalls sogar prämierte Bio-Ware. In dem ehemaligen Landgut „Son Berga“ mit seiner über 700-jährigen Geschichte nutzt man seit den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts die umgebauten Stallungen für den Restaurantbetrieb. Seit Ende November 2017 gibt es nun das „Lume“, eine Mischung aus Eleganz, Stil und Rustikalität. Beeindruckend die tollen umgestylten Räumlichkeiten mit Kamin und Natursteinwänden sowie die große Terrasse. Hier schmaust man neben den Fleischspezialitäten von Carpaccio über Tartar, Tataki hin zum Steak mit einer Auswahl an Beilagen und Saucen, ein wenig Wildfisch oder Ceviche. www.lumerestaurante.com
 

Die spektakulärste Kneipe Mallorcas
Ein einmaliges Erlebnis ist die Wanderung hinab zum "Sa Foradada", denn das Lokal ist nur zu Fuß oder per Boot erreichbar. Man sitzt mit Traumblick über einer noch traumhafteren Bucht und genießt Fisch und Fleisch vom Grill oder Paella aus  Pfannen, so groß wie die Räder eines Sattelschleppers. Erreichbar mit dem Boot von Port de Sóller oder zu Fuß in einer knappen Stunde vom Herrenhaus Son Marroig zwischen Valldemossa und Deiá.

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